Wo­chen­markt öff­net an der Pi­us­kir­che

Diens­tags wer­den je­weils neun An­bie­ter er­war­tet. Test­pha­se be­ginnt im Sep­tem­ber. Neu­es An­ge­bot fürs Sta­di­on­vier­tel.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - NEUSS - VON LUD­GER BA­TEN

NEUSS Das zen­trum­na­he Sta­di­on­vier­tel ge­hört zu den be­lieb­ten Wohn­ge­bie­ten in der Stadt. Mehr als 10.000 Men­schen le­ben in dem Ge­biet, das von der Rhe­ydter Stra­ße im Nor­den und der Jü­li­cher Land­stra­ße im Sü­den, von der Au­to­bahn A 57 im Wes­ten und der Bahn­tras­se in Rich­tung Köln im Os­ten be­grenzt wird. Wenn es dort ei­nen Nach­teil gibt, dann ist es die Un­ter­ver­sor­gung mit Le­bens­mit­teln. Obst-, Ge­mü­se- und Blu­men­händ­ler sind vor al­lem rund um die Kir­che St. Pi­us, das Lu­kas­kran­ken­haus und dem Jahn­sta­di­on eben­so rar wie Metz­ger oder Bä­cker. Jetzt soll ein neu­er Wo­chen­markt für Ab­hil­fe sor­gen. Ab 19. Sep­tem­ber wer­den im­mer diens­tags (7 bis 14 Uhr) neun Markt­be­schi­cker auf dem Platz an der Pi­us­kir­che ih­re Stän­de auf­bau­en.

Ver­an­stal­ter des neu­en An­ge­bo­tes ist die Pi­us­ge­mein­de, tat­kräf­tig un­ter­stützt wird das Pro­jekt durch das städ­ti­sche Bür­ger- und Ord­nungs­amt. „Wir müs­sen doch nicht über­all selbst ak­tiv wer­den“, sagt des­sen Lei­ter Uwe Ne­u­mann, „wir se­hen es gern, wenn pri­va­te Initia­ti­ven rea­li­siert wer­den, de­nen wir mit un­se­rer Er­fah­rung zur Sei­te ste­hen.“Die Stadt selbst be­treibt an den Stand­or­ten Ci­ty, Gna­den­tal (Ar­tur-Plat­zWeg), Furth (Ber­li­ner Platz), Norf (Les­sing­platz) und in Weck­ho­ven an der Ot­to-Wels-Stra­ße ins­ge­samt fünf Wo­chen­märk­te. „Die­se Märk­te mit fri­schen Pro­duk­ten sind sehr ge­fragt“, weiß Ne­u­mann und ver­weist auf Gna­den­tal, wo das neue Wo- chen­markt-An­ge­bot sehr schnell sehr er­folg­reich wur­de.

Auf die­se Er­folgs­ge­schich­te hofft Sa­scha Kar­bo­wi­ak für das Sta­di­on­vier­tel. Der SPD-Rats­herr hat dort sei­nen Wahl­kreis und er war es, der sei­ne Idee von ei­nem Wo­chen­markt der Ver­wal­tung vor­stell­te. „Ich bin in der letz­ten Zeit ins­be­son­de­re von vie­len äl­te­ren An­woh­nern an­ge­spro­chen wor­den, die im Sta­di­on­vier­tel fuß­läu­fig er­reich­ba­re Nah­ver­sor­gungs­an­ge­bo­te ver­mis­sen“, sagt Kar­bo­wi­ak. Be­reits im Räum­li­chen Struk­tur­kon­zept sei ei­ne Un­ter­ver­sor­gung des Sta­di­ons­vier­tels mit Gü­tern des täg­li­chen Be­darfs fest­ge­stellt und die An­sied­lung ei­nes Le­bens­mit­tel­mark­tes emp­foh­len wor­den. Das so ge­nann­te Räum­li­che Struk­tur­kon­zept war da­mals von der Stadt in Auf­trag ge­ge­ben wor­den. Sei­ne Er­geb­nis­se soll­ten als fach­li­che Grund­la­ge für den neu­en Flä­chen­nut­zungs­plan die­nen, in dem im Vor­feld die Stär­ken und Schwä­chen der ein­zel­nen Stadt­tei­le wis­sen­schaft­lich ana­ly­siert wur­den.

Die Ver­su­che, ei­nen Le­bens­mit­tel­mark an­zu­sie­deln, schei­ter­ten bis­her. Grund, so der SPD-Po­li­ti­ker Kar­bo­wi­ak, sei der Man­gel an ge­eig­ne­ter Flä­che im Quar­tier. Er sieht in dem neu­en Wo­chen­markt ei­ne lang­fris­ti­ge Al­ter­na­ti­ve: „Ich freue mich ins­be­son­de­re über die groß­ar­ti­ge Un­ter­stüt­zung des Ord­nungs­am­tes und des Kir­chen­vor­stan­des, die die­ses An­ge­bot mit ih­rem Ein­satz erst er­mög­licht ha­ben.“

An­ge­kün­digt wer­den ne­ben ei­ner Metz­ge­rei, ei­nem Eier­wa­gen und ei­nem Kä­se­stand so­wie ei­nem Ob­stund Ge­mü­se­händ­ler auch ei­ne Bä­cke­rei, ein Blu­men­la­den und der vom Ci­ty-Markt be­kann­te und be­lieb­te Kaf­fee­wa­gen – als Treff­punkt für ein Gespräch un­ter Nach­barn.

FO­TO: WOI

Initia­to­ren des Wo­chen­mark­tes an der Pi­us­kir­che: Win­fried Weich­sel und Lud­wig Jür­gens aus dem Kir­chen­vor­stand so­wie SPD-Rats­herr Sa­scha Kar­bo­wi­ak.

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