„Check In Be­rufs­welt“peilt Re­kord an

Bei den „Check In Days“kön­nen Schü­ler in Be­ru­fe rein­schnup­pern, Aus­bil­dungs­be­trie­be ken­nen­ler­nen und sich über Kar­rie­re­chan­cen in­for­mie­ren. Die Or­ga­ni­sa­to­ren wol­len mehr als 5000 Teil­neh­mer er­rei­chen – das wä­re ein Re­kord.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - WIRTSCHAFT IM RHEIN-KREIS - VON ANDRE­AS BUCHBAUER

RHEIN-KREIS Das Ziel der Or­ga­ni­sa­to­ren ist klar. Mit der ach­ten Auf­la­ge der Ak­ti­ons­ta­ge „Check In Be­rufs­welt“(„Check In Days“) möch­ten sie die 5000er-Mar­ke kna­cken. Rund 4650 Schü­ler ka­men im ver­gan­ge­nen Jahr in der ge­sam­ten Re­gi­on, da­von 1143 im Rhein-Kreis Neuss. Am 29. Ju­ni ist es im Kreis wie­der so­weit: Von 13 bis 17 Uhr öff­nen Aus­bil­dungs­be­trie­be ih­re Pfor­ten für Schü­ler der Jahr­gangs­stu­fen 9 bis 13. Tho­mas Feld­ges, der das „Check In“-Or­ga­ni­sa­ti­ons­bü­ro lei­tet, be­tont, dass es An­ge­bo­te für al­le Schul­for­men gibt. „70 bis 75 Pro­zent un­se­rer Teil­neh­mer kom­men aus dem Be­reich der Re­al- und Ge­samt­schu­len“, sagt er. Man wür­de sich zum Bei­spiel wün­schen, dass die Gym­na­si­en die „Check In Days“bei der Be­rufs­ori­en­tie­rung mehr in den Fo­kus rü­cken. „Vom Metz­ger bis hin zum dua­len Stu­di­en­gang ist schließ­lich al­les da­bei.“Die Teil­neh­mer kön­nen rein­schnup­pern und her­aus­fin­den, wel­cher be­ruf­li­che Weg für sie nach dem Schul­ab­schluss der rich­ti­ge ist.

Oft hät­ten jun­ge Men­schen nur gro­be Vor­stel­lun­gen, wel­che An­for­de­run­gen wäh­rend der Aus­bil­dung auf sie zu­kom­men. Kreis­di­rek­tor Dirk Brüg­ge weist dar­auf hin, dass „Check In Be­rufs­welt“ein wich­ti­ger Baustein auf dem Weg ins Ar­beits­le­ben sein kann. „Die Schü­ler kön­nen die Be­rufs­welt ken­nen­ler­nen. Viel­leicht ist für den ein oder an­de­ren ei­ne dua­le Aus­bil­dung zum Bei­spiel bes­ser als der di­rek­te Weg ins Stu­di­um“, meint er. „Au­ßer­dem kön­nen die Schü­ler se­hen, welch span­nen­de Un­ter­neh­men im Rhein-Kreis Neuss an­säs­sig sind und wel­che Kar­rie­re­mög­lich­kei­ten sie bie­ten.“

Im Rhein-Kreis Neuss ma­chen 45 Un­ter­neh­men mit – vom Klein­be­trieb bis zum welt­weit tä­ti­gen Kon­zern. Auch die Eu­ro­päi­sche Fach­hoch­schu­le (EUFH) und die FOM Hoch­schu­le sind mit ih­ren Stand­or­ten in Neuss da­bei. Un­ter­neh­men wür­den zu­neh­mend fest­stel­len, dass jun­ge Leu­te sich Be­rufs­fel­der nicht rich­tig vor­stel­len kön­nen, er­klärt Sven Har­der­sen, Stand­ort­lei­ter des EUFH-Cam­pus Neuss. Das gel­te auch für Stu­di­um und Aus­bil­dung. Re­bec­ca Wanzl, Ge­schäfts­lei­te­rin der FOM Neuss, be­tont, wie wich­tig An­ge­bo­te wie die „Check In Days“da­her bei der Be­rufs­ori­en­tie­rung sein kön­nen.

Auch in Mön­chen­glad­bach, Kre­feld und im Kreis Vier­sen wer­den „Check In Days“an­ge­bo­ten, ins­ge­samt sind rund 230 Un­ter­neh­men da­bei. Vor­ge­stellt wer­den laut Tho­mas Feld­ges mehr als 200 Aus­bil­dun­gen und dua­le Stu­di­en­gän­ge. „Häu­fig wer­den an den ‚Check In Days‘ auch schon Prak­ti­ka oder Be­wer­bungs­ge­sprä­che ver­ab­re­det“, sagt Feld­ges. Grund­sätz­lich gel­te, dass Schul­ab­gän­ger be­reits mit ei­nem or­dent­li­chen Haupt­schul­ab­schluss gu­te Chan­cen auf ei­nen Aus­bil­dungs­platz mit Zu­kunfts­per­spek­ti­ve ha­ben. Die Ak­ti­ons­ta­ge sol­len Per­spek­ti­ven auf­zei­gen.

AR­CHIV-FO­TO: WOI

Bei Check In Be­rufs­welt wur­de im ver­gan­ge­nen Jahr im Swis­sô­tel Düs­sel­dorf-Neuss un­ter an­de­rem das Be­rufs­bild des Kochs vor­ge­stellt. Die Teil­neh­mer konn­ten da­bei auch schon mal ers­te Fer­tig­kei­ten tes­ten.

FO­TO: CHECK IN/THO­MAS LAMMERTZ

Kreis­di­rek­tor Dirk Brüg­ge (l.), Re­bec­ca Wanzl (FOM Hoch­schu­le) und Sven Har­der­sen (EUFH) sind von den „Check In Days“über­zeugt.

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