Die Le­gio­nä­re kom­men

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - SPORT IM RHEIN-KREIS -

ge­mein­sam“, er­klärt Wey­ers. Und vie­le sind sie seit­dem in der Tat ge­wor­den. Als Wey­ers vor sechs Jah­ren im Ver­ein an­fing, zähl­te man 70 Mit­glie­der. Die­se Zahl hat sich seit­dem mehr als ver­fünf­facht – Ten­denz stei­gend. Ent­schei­den­der Punkt ist da­bei der star­ke Fo­kus auf die Ju­gend­ar­beit. „Frü­her muss­ten wir auf Quer­ein­stei­ger hof­fen. Heu­te ist es un­ser Ziel, un­se­re ei­ge­nen Ta­len­te aus­zu­bil­den und da­mit so früh wie mög­lich an­zu­set­zen.“

Die Le­gi­ons stel­len ei­ne U19, die üb­ri­gens seit mitt­ler­wei­le drei Jah­ren un­ge­schla­gen ist und vor dem Auf­stieg in die zweit­höchs­te Spiel- klas­se steht, ei­ne U16, ei­ne U13 und nun so­gar ei­ne U10. Da­mit sind die Neus­ser ei­ner von nur drei Ver­ei­nen in ganz Deutsch­land, der al­le Al­ters­klas­sen be­setzt hat.

Da­zu kommt das Her­ren-Team, ein Flag-Foot­ball-Team (al­so Ame­ri­can Foot­ball oh­ne Kör­per­kon­takt) so­wie drei Cheer­lea­ding-Grup­pen. Und da­mit nicht ge­nug: Nach den Som­mer­fe­ri­en soll so­gar ei­ne U7 ins Ren­nen ge­hen. „Die­se Klas­se gibt es ei­gent­lich gar nicht. Wir wol­len die Kin­der aber schon so früh wie mög­lich ins Boot zu ho­len, am bes­ten schon bei den Bam­bi­ni. Da wird na­tür­lich noch kein Foot­ball in dem nen auch die et­was schwe­re­ren Bro­cken ge­brau­chen, die es in an­de­ren Sport­ar­ten schwer ha­ben.“Da­zu bie­te man auch För­de­rung für Kin­der mit Auf­merk­sam­keits-De­fi­zitHy­per­ak­ti­vi­täts­stö­rung (ADHS) an: „So ein har­tes Trai­ning wirkt sich auf die rich­tig po­si­tiv aus.“

Un­ter­stüt­zung könn­te es jetzt auch aus der Po­li­tik ge­ben. Weck­ho­ven könn­te in Neuss zum Leis­tungs­zen­trum für Ame­ri­can Sports wer­den, da ja auch Base­ball und Cheer­lea­ding an­ge­bo­ten wer­den. „Wenn wir zum Zen­trum wer­den, könn­ten wir viel­leicht noch mal ei­ne an­de­re För­de­rung er­hal­ten“, hofft Wey­ers. Denn Trai­nings­aus­rüs­tung ist im Foot­ball teu­er, zu­dem be­nö­ti­gen Mann­schaf­ten mit 50 bis 60 Spie­lern auch ei­ne gro­ße Zahl an Be­treu­ern. Doch auch hier ha­be sich der Ver­ein pro­fes­sio­na­li­siert: „Ich wür­de be­haup­ten, dass wir uns von un­se­ren Trai­nings­mög­lich­kei­ten in NRW vor nie­man­dem ver­ste­cken müs­sen. Wir ha­ben un­ser Equip­ment mas­siv auf­ge­stockt.“

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