Ei­gen­tü­mer müs­sen nach­voll­zie­hen kön­nen, wo­für Geld aus­ge­ge­ben wird.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - IMMOBILIEN&GELD -

( tmn) Ei­gen­tü­mer müs­sen ih­re jähr­li­che Abrech­nung ver­ste­hen kön­nen. Das heißt, die Abrech­nung muss voll­stän­dig, über­sicht­lich und ver­ständ­lich ge­glie­dert sein. Das be­fand das Land­ge­richt Düs­sel­dorf (Az.: 25 S 63/16), wie der Deut­sche An­walt­ver­ein be­rich­tet. Wer­den die­se Kri­te­ri­en nicht er­füllt, ist die Abrech­nung nicht trans­pa­rent und ent­spricht nicht den Grund­sät­zen ord­nungs­ge­mä­ßer Ver­wal­tung.

In dem Fall ging es um den Be­schluss ei­ner Ei­gen­tü­mer­ver­samm­lung, die Jah­res­ab­rech­nung zu ge­neh­mi­gen. Ei­ne Ei­gen­tü­me­rin war da­mit nicht ein­ver­stan­den, weil sie die Er­geb­nis­se nicht nach­voll­zie­hen konn­te. Es ging bei dem Fall un­ter an­de­rem um die Fra­ge, ob es zu­läs­sig ist, dass die Ver­wal­tung Mit­tel aus der In­stand­hal­tungs­rück­la­ge kurz­fris­tig auch für an­de­re Zwe­cke ver­wen­den darf.

Um Über­zie­hun­gen des Ge­mein­schafts­kon­tos zu ver­mei­den, kann der Ver­wal­ter die­se Mit­tel vor­über­ge­hend aus der In­stand­hal­tungs­rück­la­ge ver­wen­den. Al­ler­dings muss das in der Jah­res­ab­rech­nung ver­ständ­lich auf­ge­führt wer­den – un­ter an­de­rem, in wel­cher Hö­he vor­über­ge­hen­de Ent­nah­men zu­rück­ge­führt wor­den sind und in wel­chem Um­fang noch nicht zu­rück­ge­führ­te Ent­nah­men er­folgt sind.

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