Ei­ne Tour durch das „Tal der Gna­de“

„Neus­ser Kan­ten“-Tour durch Gna­den­tal mit zwei kennt­nis­rei­chen Füh­rern.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - NEUSS -

GNA­DEN­TAL (ts) „Das wird heu­te wie beim Ha­sen und beim Igel“er­klär­te Andre­as Schu­bert. Ei­gent­lich woll­te er die Tour „Neus­ser Kan­ten - Gna­den­tal“durch den sei­ner Mei­nung nach schöns­ten Stadt­teil füh­ren. Doch we­gen ei­nes Knie­pro­blems konn­te er bei der Tour nicht mit­ge­hen, war­te­te aber wie der Igel am En­de der Tour auf die Teil­neh­mer. „Sie ha­ben heu­te das be­son­de­re Glück, dass sie zwei Füh­rer ha­ben“, er­klär­te Schu­bert und lach­te. Wäh­rend der Tour be­glei­te­te näm­lich Dieter Hup­ka die rund 25 Teil­neh­mer. Der Archäo­lo­ge lei­tet sonst Tou­ren durch die In­nen­stadt und sprang kurz­fris­tig für Schu­bert ein. „Ich ha­be für ihn die Lauf­ar­beit über­nom­men“, er­zähl­te er.

Die Tour durch Gna­den­tal ge­hört in der von Neuss Mar­ke­ting ge­mein­sam mit der NGZ ver­an­stal­te­ten Rei­he „Neus­ser Kan­ten“zu den „best of“der ins­ge­samt 90 Füh­run­gen aus den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren, die in die­sem Jahr neu auf­ge­legt wer­den. Die Füh­run­gen durch die Stadt­tei­le lei­ten meis­tens Neus­ser, die ei­nen en­gen Be­zug da­zu ha­ben– wie Andre­as Schu­bert. Er ist Schieds­mann von Gna­den­tal, ehe­ma­li­ger Schüt­zen­kö­nig und kennt sich mit der Ge­schich­te sei­nes Stadt­teils aus.

Die Füh­rung be­gann am Ge­denk­stein am „Grü­ner Weg“und führ­te von dort aus ent­lang ver­schie­de­ner Sta­tio­nen zur Erft­mün­dung. Un­ter­wegs brach­te Hup­ka den Teil­neh­mern die Ge­schich­te des äl­tes­ten Stadt­teils von Neuss nä­her. Die The­men reich­ten von den al­ten Rö­mern bis in die heu­ti­ge Zeit. Halt ge­macht wur­de zum Bei­spiel an der Aus­gra­bungs­stel­le „Fos­sa San­gui­nis“, aber auch an der in den 1950er Jah­ren ge­bau­ten St.-Kon­rad-Kir­che. Im Com­mun­do-Ta­gungs­ho­tel er­klär­te Heinz Bir­ken­heu­er an ei­nem von ihm ge­bau­ten Mo­dell den Auf­bau des Neus­ser Rö­mer­la­gers.

Un­ter den Teil­neh­mern war auch die zwei­te stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­te­rin Gi­se­la Hohl­mann (SPD). Sie wohnt sel­ber in Gna­den­tal und in­ter­es­siert sich für die Ge­schich­te des Orts­teils. „Ich kann­te schon vie­les, aber man lernt im­mer wie­der was Neu­es da­zu“, er­klär­te sie. Auch Ruth Spahn-Born und ihr Mann, die vor 16 Jah­ren nach Ue­des­heim ge­zo­gen sind, wa­ren da­bei. „Wir fah­ren oft mit dem Fahr­rad durch Gna­den­tal, aber man fährt ja meist acht­los an den Din­gen vor­bei.“Zum Ab­schluss kehr­ten die Teil­neh­mer im „Re­stau­rant am Rhein“ein, wo Andre­as Schu­bert von der Ge­schich­te des Klos­ters „Val­lis Gra­tiae“(Tal der Gna­de) be­rich­te­te, dem der Stadt­teil sei­nen Na­men ver­dankt.

NGZ-FO­TO: WOI

Dieter Hup­ka hat­te bei der „Neus­ser Kan­ten“-Tour die „Lauf­ar­beit“für Andre­as Schu­bert über­nom­men und die Grup­pe durch Gna­den­tal ge­führt.

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