Gre­ven­broi­cher VHS ist bei Face­book ak­tiv

Volks­hoch­schu­le geht neue We­ge, um jun­ge Men­schen für ih­re Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kur­se zu ge­win­nen.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - GREVENBROICH & DORMAGEN - VON GUNDHILD TILLMANNS

GRE­VEN­BROICH Per Face­book ver­sucht sich die Volks­hoch­schu­le (VHS) Gre­ven­broich jetzt ei­ner jün­ge­ren Kli­en­tel an­zu­nä­hern: Zu den neu­en Rhe­to­rik- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kur­sen im Herbst­se­mes­ter „la­den wir ins­be­son­de­re auch jun­ge Men­schen da­zu ein, von Pro­fis zu ler­nen, den Sprach­schatz zu er­wei­tern, so­wie schlag­fer­tig, aber da­bei fried­lich mit­ein­an­der zu re­den und zu dis­ku­tie­ren“, heißt es dort. Ab­ge­bil­det ist da­zu ei­ne Sei­te aus dem nicht ganz ernst ge­mein­ten Lan­gen­scheidts-Wör­ter­buch „Deutsch als Ju­gend­spra­che“. Ob die VHS auf die­se Wei­se auch tat­säch­lich die Ju­gend und die ganz jun­gen Er­wach- se­nen an­spricht? „Die­se Grup­pe er­rei­chen wir nur sehr schwer, aber wir ha­ben es mal so ver­sucht“, sagt stell­ver­tre­ten­de VHS-Lei­te­rin Mo­ni­ka Born-Mö­bi­us.

Be­son­ders auf­fäl­lig sei­en sprach­li­che De­fi­zi­te bei Ju­gend­li­chen, die dann man­gels Mög­lich­kei­ten ver­ba­ler Kom­mu­ni­ka­ti­on be­kannt­lich auch in non­ver­ba­le Tät­lich­kei­ten aus­ar­ten könn­ten, weiß die Päd­ago­gin. Doch die VHS ver­su­che dar­über hin­aus auch wei­te­re Ziel­grup­pen mit Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­fi­zi­ten an­zu­spre­chen, sagt Born-Mö­bi­us mit dem Ver­weis auf das nächs­te VHSSe­mes­ter, das am 11. Sep­tem­ber be­ginnt. So steht ein Work­shop am 15. Ok­to­ber un­ter dem The­ma: „Wenn gu­te Wor­te nichts be­wir­ken – Wi- der­stän­de über­win­den“. Die­ser rich­tet sich an Füh­rungs­kräf­te auf al­len Ebe­nen, aber auch an al­le an­de­ren, die sich bei­spiels­wei­se in ei­nem Ver­ein durch­set­zen, über­zeu­gen und Men­schen, auch ge­gen Wi­der­stän­de, bei be­stimm­ten Pro­zes­sen mit­neh­men wol­len und müs­sen. Un­ter dem Ti­tel „Jetzt oder nie“geht es am 9. De­zem­ber bei der VHS dar­um, wie zag­haft ins­be­son­de­re Frau­en oft auf­tre­ten und, trotz viel­leicht so­gar bes­se­rer Qua­li­fi­ka­ti­on, „schaum­schla­gen­den“Män­nern das Feld über­las­sen. „Man kann es aber trai­nie­ren, sich auch als Frau zu be­haup­ten und sich durch­zu­set­zen“, weiß Born-Mö­bi­us, die auch zu ei­ner wei­te­ren VHS-Ver­an­stal­tung aus die­sem Spektrum ein­lädt: „Frau im Be­ruf“am 18. No­vem­ber. Auch dort sol­len Stra­te­gi­en der ver­ba­len Selbst­be­haup­tung er­lernt und trai­niert wer­den.

AR­CHIV­FO­TO: LBER

Die stell­ver­tre­ten­de VHS-Lei­te­rin Mo­ni­ka Born-Mö­bi­us.

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