Chef der Kreis-FDP will Ge­sell­schaft für Woh­nungs­bau

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - GREVENBROICH & DORMAGEN -

RHEIN-KREIS (lue-) Bi­jan Djir-Sa­rai wird un­ge­dul­dig. Die rich­ti­ge Initia­ti­ve von Land­rat Hans-Jür­gen Pe­t­rausch­ke (CDU), kreis­weit die Kräf­te zu bün­deln, um zeit­nah mehr be­zahl­ba­ren Wohn­raum zu schaf­fen, führt den Vor­sit­zen­den der KreisFDP nicht schnell ge­nug zu kon­kre­ten Er­geb­nis­sen. Es ge­he wert­vol­le Zeit ver­lo­ren, sagt der Ober­li­be­ra­le: „Ei­ne Woh­nungs­bau-Ge­sell­schaft des Rhein-Krei­ses wird es ge­gen den er­klär­ten Wil­len der Bür­ger­meis­ter nicht ge­ben.“So sei es ein Alarm­zei­chen, wenn nun die Ge­mein­de Rom­mers­kir­chen mit ih­rem Bür­ger­meis­ter Mar­tin Mer­tens an der Spit­ze auf ei­ne in­ter­kom­mu­na­le Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft mit Bed­burg zu steue­re und sich da­bei ei­nen Part­ner au­ßer­halb der Kreis­ge­mein­schaft su­che. „Wir müs­sen Lö­sun­gen fin­den, die letzt­lich auch mehr­heits­fä­hig sind“, for­dert Djir-Sa­rai, der als IT- und In­fra­struk­tur­de­zer­nent zur Füh­rungs­rie­ge der Kreis­ver­wal­tung zählt.

In die­ser Si­tua­ti­on schlägt der FDP-Chef vor, ein be­reits be­ste­hen­des, im Markt er­folg­reich ope­rie­ren­des Un­ter­neh­men, im aus- und auf­zu­bau­en, so dass es den RheinK­reis als sein Ge­schäfts­ge­biet ver­steht und sich als Woh­nungs­bauAk­teur für al­le kreis­an­ge­hö­ren­den Kom­mu­nen ver­steht und an­bie­tet: „Je­de Stadt oder Ge­mein­de, die es für rich­tig hält, könn­te sich die­ser Ent­wick­lung an­schlie­ßen.“Die FDP wer­de je­den­falls die­sen An­satz in die ge­sell­schafts­po­li­ti­sche Dis­kus­si­on hin­ein­tra­gen. Er kön­ne sich vor­stel­len, dass die­se kreis­wei­te Auf­ga­be so­wohl ein kom­mu­na­les wie auch ge­nos­sen­schaft­lich or­ga­ni­sier­tes Woh­nungs­bau-Un­ter­neh­men über­neh­men kön­ne.

Nach An­ga­ben des Land­ra­tes müs­sen kreis­weit bis 2030 knapp 8000 Woh­nun­gen ge­baut wer­den. Hil­fe be­nö­ti­gen vor al­lem Kom­mu­nen, die über kein ei­ge­nes Woh­nungs­bau-Un­ter­neh­men ver­fü­gen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.