Teil­neh­mer­re­kord und ganz viel Spaß

Trotz der enorm an­ge­stie­ge­nen An­zahl an Star­tern lief der 3. Gre­ven­broi­cher Ci­ty­lauf pro­blem­los ab. Nicht nur die rund 2300 Fi­nis­her hat­ten ih­re Freu­de, mit sei­nen vie­len Stän­den war das sym­pa­thi­sche Event ein Fest für die gan­ze Fa­mi­lie.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - SPORT IM RHEIN-KREIS - VON SO­PHIE RHINE

GRE­VEN­BROICH Neu­er Teil­neh­mer­re­kord und be­stimmt auch neu­er Zu­schau­er­re­kord: Die drit­te Auf­la­ge des Gre­ven­broi­cher Ci­ty­lau­fes war bei bes­tem Wetter ein Er­folg auf gan­zer Li­nie.

Ei­ne gro­ße Hüpf­burg, ein rie­si­ger Ki­cker, Bal­lon­künst­ler, Obst oder Cur­ry­wurst und Pop­corn, Mas­sa­ge und Lauf­kla­mot­ten – in der Gre­ven­broi­cher In­nen­stadt war am Frei­tag wirk­lich für je­den was da­bei. Bis in die spä­ten Abend­stun­den war der Platz vorm Rat­haus noch gut ge­füllt, trotz­dem stan­den im Mit­tel­punkt na­tür­lich die Läu­fer. Und die zeig­ten sich wie auch das Wetter von ih­rer bes­ten Sei­te. Be­son­ders im ab­schlie­ßen­den ZehnKi­lo­me­ter-Lauf be­ka­men die zahl­rei­chen Zu­schau­er ein bis zum En­de span­nen­des Du­ell zwi­schen den bei­den Fa­vo­ri­ten zu se­hen: Nik­ki Johns­to­ne, der die Pre­mie­re ge­win­nen konn­te, und Vor­jah­res­sie­ger Ma­ciek Mie­recz­ko lie­fen vom Start an ge­mein­sam vor­ne­weg, im­mer in si­che­rem Ab­stand ge­folgt von Hab­tom Te­dros, der ein ein­sa­mes Ren­nen um Platz drei lief. Erst auf der letz­ten Run­de konn­te Mie­recz­ko sich mit ei­ner kur­zen Tem­po­er­hö­hung ent­schei­dend ab­set­zen und ge­wann das Ren­nen mit acht Se­kun­den Vor­sprung in 32:18 Mi­nu­ten. „Nik­ki hat die meis­te Zeit die Tem­po­ar­beit ge­macht“, gab der Sie­ger hin­ter­her zu. „Mir steck­te die Staf­fel schon in den Bei­nen, des­we­gen ha­be ich mich et­was zu­rück­ge­hal­ten.“Dass er das Tem­po ma­chen muss­te, stör­te Johns­to­ne aber nicht: „Es ist su­per mo­ti­vie­rend, wenn man je­man­dem mit dem­sel­ben Tem­po da­bei­hat, da gibt man im­mer noch mehr Gas“, be­schreibt er. „Es war ein su­per Kampf und es war wie in den bei­den Jah­ren da­vor wie­der ein tol­les Er­leb­nis mit vie­len Zu­schau­ern und gu­ter Stim­mung.“Mal nicht im „Zeh­ner“, son­dern an der Spit­ze des Fel­des im „Flot­ten Fün­fer“zu fin­den war Mat­thi­as Rück: „Was Schnel­les, Kür­ze­res hat bes­ser in den Trai­nings­plan ge­passt“, er­klär­te er: „Da wo man her­kommt, läuft man im­mer ger­ne und der Lauf ist auch an ei­ner schö­nen Ecke von Gre­ven­broich.“Durch die ab­wechs­lungs­rei­che Stre­cke be­ka­men die Läu­fer nicht nur die In­nen­stadt, wo sie von ras­seln­den, ru­fen­den Zu­schau­ern und Mu­sik­grup­pen an­ge­feu­ert wur­den, zu se­hen, son­dern auch das Schloss und die Erft­pro­me­na­de. „Es ist nicht die schnells­te Stre­cke, aber sie ist sehr ab­wechs­lungs­reich und des­we­gen sehr schnell vor­bei“, fass­te Pe­tra Maak, schnells­te Frau über fünf Ki­lo­me­ter, zu­sam­men. In 19.30 Mi­nu­ten ge­wann sie knapp vor Leo­nie Le­ven aus Es­sen. „Wenn man ge­winnt, ist

„Hier geht es nicht um die Zeit, son­dern um die tol­le At­mo­sphä­re.“

Ma­ciek Mie­recz­ko

Sie­ger über 10 Ki­lo­me­ter

man im­mer zu­frie­den“, sag­te sie la­chend. „Aber am En­de ha­be ich noch­mals Druck ge­macht, es kam ja noch Kon­kur­renz von hin­ten.“

Ins­ge­samt gab es wie­der viel po­si­ti­ves Feed­back für die Ver­an­stal­ter, al­lei­ne die ho­he Teil­neh­mer­zahl zeig­te, dass bei den ers­ten bei­den Auf­la­gen viel rich­tig ge­macht wur­de. „Es lief bis auf ei­nen Not­arz­t­ein­satz al­les oh­ne Schwie­rig­kei­ten“, lau­te­te das Fa­zit von Mit-Or­ga­ni­sa­tor Christian Döh­melt. „Das Wetter war su­per, es wa­ren sehr vie­le Zu­schau­er da, be­son­ders im Ziel­be- reich war es im­mer voll. Klar, man­che Sa­chen müs­sen sich bei so vie­len Teil­neh­mern noch ein­spie­len, aber die Hel­fer ha­ben das su­per ge­macht. Wir woll­ten ein Event, ein Ge­mein­schafts­er­leb­nis schaf­fen – das ist uns, glau­be ich, ge­lun­gen, vie­le Fa­mi­li­en wa­ren da.“

Nach dem „Fün­fer“war der Fa­mi­li­en­lauf mit 321 Star­tern am bes­ten be­setzt. Nicht mal ein Jahr war der jüngs­te Star­ter, der mit Pa­pas Hil­fe das Ziel er­reich­te. Der äl­tes­te Läu­fer hat­te be­reits die 80 ge­knackt, der Durch­schnitt lag bei 23 Jah­ren.

NGZ-FO­TOS (2): GE­ORG SALZ­BURG

Mat­thi­as Rück (Start­num­mer 1260) von der TG Neuss setz­te sich vom Start an die Spit­ze und ge­wann den „Flot­ten Fün­fer“in ei­ner Zeit von 17:15 Mi­nu­ten vor sei­nem Ver­eins­kol­le­gen Nils Reichardt.

Ma­ciek Mie­recz­ko (1732) lie­fer­te sich ein span­nen­des Du­ell mit Nik­ki Johns­to­ne und sieg­te über die 10 Ki­lo­me­ter.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.