Im drit­ten An­lauf zum Auf­stieg

Der VfR Bütt­gen II spielt nach zehn Jah­ren wie­der in der Fuß­ball-Kreis­li­ga B.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - SPORT IM RHEIN-KREIS - VON SO­PHIE RHINE

BÜTT­GEN. Nach et­was durch­wach­se­nem Sai­son­start leg­te die zwei­te Mann­schaft des VfR Bütt­gen ei­ne ast­rei­ne Se­rie hin und si­cher­te sich mit sechs Punk­ten Vor­sprung vor dem VfR Neuss die Meis­ter­schaft in Grup­pe eins der Kreis­li­ga C und da­mit na­tür­lich auch den Auf­stieg.

„Es klingt et­was ar­ro­gant, aber ich war mir ei­gent­lich seit dem ers­ten Spiel­tag si­cher, dass wir den Auf­stieg schaf­fen kön­nen“, sagt Trai­ner Ve­fa Ka­ra­göz mit Blick auf die ge­lun­ge­ne Sai­son. „Ich hab die Jungs ja in der Vor­be­rei­tung ge­se­hen und ha­be mir ge­dacht: Mit dem Ma­te­ri­al musst du ei­gent­lich auf­stei­gen.“Da­mit hat­te der Coach letzt­end­lich recht, ob­wohl es an den ers­ten Spiel­ta­gen noch gar nicht da­nach aus­sah: „Wir hat­ten an­fangs et­was Sand im Ge­trie­be und ha­ben di­rekt ein paar Punk­te lie­gen las­sen“, be- rich­tet Ka­ra­göz. „Aber da­nach hat die Mann­schaft im­mer 100 Pro­zent ab­ge­lie­fert und ei­ne sen­sa­tio­nel­le Sai­son ge­spielt.“Drei Nie­der­la­gen muss­te Bütt­gen in den 30 Spie­len nur ein­ste­cken, al­le drei in­ner­halb der ers­ten sie­ben Be­geg­nun­gen. Ab Ok­to­ber hat­te der VfR dann in die Spur ge­fun­den und schenk­te nichts mehr her. Zwar stan­den Hor­rem und die Rh­ein­kraft je­weils län­ger an der Ta­bel­len­spit­ze, konn­ten aber in der Schluss­pha­se der Spiel­zeit nicht mehr über­zeu­gen, so dass die Bütt­ge­ner sich sie­ben Wo­chen vor Sai­son­en­de auf den ers­ten Platz scho­ben und die­sen nicht mehr her­ga­ben.

„Es war ei­ne rich­tig coo­le Sai­son“, fasst Ka­ra­göz zu­sam­men. Er sel­ber ist be­reits seit 2013 Trai­ner der Mann­schaft und bleibt dies auch in der Kreis­li­ga B. Der Auf­stieg war in sei­ner vier­ten Sai­son von Be­ginn an das Ziel: „Das ers­te Jahr war der Schnup­per­kurs, dann ha­ben wir zwei­mal oben mit­ge­spielt und es ein­mal so­gar in die Re­le­ga­ti­on ge­schafft – die­se dann aber ver­lo­ren. Wir woll­ten un­be­dingt noch mal an­grei­fen.“Ein Schlüs­sel zum Er­folg war laut Trai­ner der gro­ße Ka­der: „Wir hat­ten den Lu­xus, ei­gent­lich je­de Po­si­ti­on dop­pelt be­setzt zu ha­ben“, so Ka­ra­göz. Doch vie­le Spie­ler al­lein brin­gen nichts, die Zu­sam­men­set­zung muss stim­men – und das ha­ben die Bütt­ge­ner su­per hin­be­kom­men: „Wir ha­ben ei­ne echt bun­te Trup­pe, ver­schie­de­ne Al­ters­klas­sen und vie­le ver­schie­de­ne Na­tio­na­li­tä­ten, auch ehe­ma­li­ge Flücht­lin­ge“, be­schreibt der Coach. „In­te­gra­tiv ist das von al­len Sei­ten su­per ge­lau­fen, die Jungs ha­ben sich um­ein­an­der ge­küm­mert und sich ge­gen­sei­tig mo­ti­viert und im­mer wie­der un­ter­stützt. Dem­ent­spre­chend war die Stim­mung im Ka­der auch im­mer su­per.“

Da kann der Trai­ner ja von Glück spre­chen, dass sei­ne Mann­schaft qua­si kom­plett zu­sam­men­bleibt, le­dig­lich zwei oder drei Spie­ler wan­dern ab zur ers­ten Mann­schaft – aber der Kern bleibt. „Wir ha­ben ei­gent­lich kei­ne Ab­gän­ge, Neu­zu­gän­ge sind ge­plant, aber noch in der Schwe­be“, so Ka­ra­göz. Sei­nem Team traut er auch in der Kreis­li­ga B ei­ni­ges zu, der Klas­sen­er­halt soll­te nicht zum Haupt­the­ma wer­den: „Klar, die Mann­schaft muss erst noch neu ein­ge­stellt wer­den, aber ich glau­be, die Jungs kön­nen auch in der kom­men­den Sai­son ganz gut mit­hal­ten. Die Klas­se zu hal­ten ist zwar im­mer ein Ziel bei Auf­stei­gern, aber wir wol­len auf ei­nen ein­stel­li­gen Ta­bel­len­platz.“

FO­TO: KB

Sie­ben To­re steu­er­te Ku­bi­lay Fe­lek zum Auf­stieg bei und hielt die Freu­de gleich mit ei­nem Sel­fie fest.

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