Neuss lockt als schöns­te Tei­l­e­tap­pe der Tour

Die Stadt hat sich auf 70.000 Zu­schau­er vor­be­rei­tet und die Durch­fahrt der Tour de Fran­ce in ein Fest­wo­chen-Pro­gramm ein­ge­bet­tet.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - DIE TOUR DE FRANCE IN NEUSS - VON CHRIS­TOPH KLEIN­AU

NEUSS Ei­nen gro­ßen In­dus­trie­ha­fen in di­rek­ter Nach­bar­schaft zur his­to­ri­schen In­nen­stadt und gleich da­ne­ben ei­ne Ga­lopp­renn­bahn: Kei­ne an­de­re Stadt Eu­ro­pas kann ei­nen sol­chen Kon­trast bie­ten. Es wer­den da­her vor al­lem Bil­der aus die­sem Drei­eck sein, glaubt Stadt­spre­cher Micha­el Klop­pen­burg, die von den Fern­seh­ka­me­ras in die Welt ge­tra­gen wer­den – wenn nächs­ten Sonn­tag (2.) die „Tour de Fran­ce“durch Neuss rollt. Bil­der aus dem HotS­pot der Neus­ser Tour-Durch­fahrt, über die Da­vid Zü­low vom Spon­so­ren­kreis „Neuss on tour“über­zeugt sagt: Die Ki­lo­me­ter 57 bis 67 an die­sem zwei­ten Etap­pen­tag durch Neuss sind auch die at­trak­tivs­ten.

5000 Zu­schau­er je Stre­cken­ki­lo­me­ter – die­se gro­be Rech­nung der Tour­ver­ant­wort­li­chen wird für Neuss nicht gel­ten. Auf min­des­tens 70.000 Gäs­te hat man sich ein­ge­rich­tet. Dar­un­ter wer­den auch vie­le sein, de­nen Düs­sel­dorf als Start­ort der Etap­pe zu groß­städ­tisch ist. In Neuss da­ge­gen ist die Zu­fahrt von Nor­den und Sü­den bis un­mit­tel­bar an die Tour­stre­cke mög­lich, auch wenn sich Bür­ger­meis­ter Rei­ner Breu­er wünscht, dass mög­lichst vie­le mit dem Rad kom­men.

Breu­er hat sich schnell von der Idee ver­ab­schie­det, die Neus­ser Ci­ty am Tag der Tour au­to­frei zu hal­ten. Aber es bleibt da­bei, die Tour mit ei­nem Ak­ti­ons­tag zur Nahmo­bi­li­tät zu ver­bin­den. Rad­fah­ren in al­len Fa­cet­ten ist da­bei nur ein Teil des Spek­trums. Und es ist kein Zu­fall, dass auf dem Müns­ter­platz auch ei­ne Stem­pel­stel­le für die ist, die beim Nie­der­rhei­ni­schen Rad­wan- der­tag selbst in die Pe­da­le tre­ten wol­len. Der für sie mar­kier­te Rund­kurs be­rührt an ei­ni­gen Punk­ten die Stre­cke der Pro­fis.

Die Tour-Durch­fahrt ist ein­ge­bet­tet in ein über­vol­les Wo­che­n­en­de: Die Tour – ein Fest. Das fängt am Frei­tag­abend (30.) mit der „Klas­sik­nacht im Ro­sen­gar­ten“und ei­nem par­al­lel be­gin­nen­den Kon­zert der Band „Ra­baue“auf dem Müns­ter­platz an und hört erst mu­si­ka­lisch auf, wenn das Fah­rer­feld durch ist und die „Swin­ging Fan­fa­res“vor der Qui­ri­nus­kir­che spie­len.

Ein Fran­zo­sen­markt auf dem Markt lohnt ei­nen Be­such auch schon am Sams­tag (1.), wenn Neuss über­dies mit ei­nem Jahr­markt auch sein Stadt­fest „Zeit­sprün­ge“fei­ert. Zu dem wer­den das Rat­haus his­to­risch ver­hüllt und un­ter sei­nen Bö­gen sechs Epo­chen der Ge­schich­te in Sze­ne ge­setzt. Abends steht dann auf dem Müns­ter­platz die Band „Ex­tra­breit“auf der Büh­ne.

Ra­baue, Ex­tra­breit und Swin­ging Fan­fa­res ha­ben Wer­ner Gal­ka und Micha­el My­l­ord en­ga­giert. Die Wir­te ge­hö­ren zu den vie­len Neus­sern, die sich en­ga­giert und zur Tour et­was ei­ge­nes in Gang ge­setzt ha­ben. Auch der Rad­fah­rer­ver­ein, der sein ei­ge­nes Fest auf der Kai­ser-Fried­rich-Stra­ße fei­ert, ge­hört da­zu. Vie­le Fir­men wie et­wa Au­to­häu­ser an der Ham­mer Land­stra­ße ver­bin­den das „Ru­del­gu­cken“mit ei­nem Som­mer­fest an und in den Ge­schäf­ten – schließ­lich ist der Tour-Tag ein ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag.

Mehr als 500 Hel­fer hat die Stadt re­kru­tiert, Zu­satz­park­plät­ze aus­ge­schil­dert, Stra­ßen­sper­run­gen vor­be­rei­tet. Die Or­ga­ni­sa­to­ren wä­ren so weit – die Tour kann kom­men. HBF

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