Bau­herrn müs­sen für al­le Ge­bäu­de An­trä­ge stel­len

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - DORMAGEN -

DORMAGEN (schum) Für Dor­ma­ge­ner Bau­her­ren, die ei­ne Pla­nung an­stre­ben oder aber ge­ra­de mit­ten in ei­nem Bau­vor­ha­ben ste­cken, müs­sen ei­ne wich­ti­ge Än­de­rung be­ach­ten. Dar­auf macht die Bau­auf­sicht der Stadt jetzt in ei­nem Schrei­ben auf­merk­sam. Dem­nach fällt das so ge­nann­te Frei­stel­lungs­ver­fah­ren künf­tig weg. „Dies be­deu­tet, dass auch für Wohn­ge­bäu­de und Ne­ben- an­la­gen, die bis­her auf der Grund­la­ge des Pa­ra­gra­phen 67 ge­neh­mi­gungs­frei sind, künf­tig Bau­an­trä­ge zu stel­len sind“, er­klärt Ralf Schenk, Lei­ter der Bau­auf­sicht. Da­zu be­nö­ti­gen die Bau­her­ren ei­nen Ar­chi­tek­ten oder ei­nen an­de­ren fach­lich qua­li­fi­zier­ten Ent­wurfs­ver­fas­ser.

Grund­la­ge ist ei­ne Än­de­rung in der neu­en Bau­ord­nung des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len. Mit der ge- setz­li­chen No­vel­lie­rung, die am 28. De­zem­ber 2017 in Kraft tritt, ent­fällt das Frei­stel­lungs­ver­fah­ren. Un­ab­hän­gig von der Zahl der Wohn­ein­hei­ten ist für je­des Wohn­haus in Zu­kunft auch ei­ne ge­prüf­te Sta­tik not­wen­dig. „Ne­ben der förm­li­chen Bau­ge­neh­mi­gung un­ter­lie­gen die­se Bau­vor­ha­ben dann eben­falls der re­gu­lä­ren Bau­über­wa­chung. Dies gilt ein­schließ­lich der Roh­bau- und der Schluss­ab­nah­me“, so Bau­auf­sichts­lei­ter Ralf Schenk.

Wer heu­te noch ei­nen Bau auf der Grund­la­ge des bis­he­ri­gen Frei­stel­lungs­ver­fah­rens er­rich­ten will, muss ihn bis zum 28. De­zem­ber fer­tig ha­ben. Soll­te das Ge­bäu­de bis da­hin nicht be­wohn­bar oder in an­de­rer vor­ge­se­he­ner Funk­ti­on be­nutz­bar sein, ent­fällt laut Stadt die Rechts­grund­la­ge und die Bau­her- ren müs­sen nach­träg­lich ei­ne Bau­ge­neh­mi­gung be­an­tra­gen. In der Ver­gan­gen­heit reich­te es, sol­che Vor­ha­ben der Stadt le­dig­lich an­zu­zei­gen.

Nach den Vor­ga­ben des Lan­des­bau­mi­nis­te­ri­ums wird die städ­ti­sche Bau­auf­sicht be­reits ab dem 1. Ju­li kei­ne Bau­vor­ha­ben grö­ße­ren Um­fangs mehr im Frei­stel­lungs­ver­fah­ren be­ar­bei­ten, son­dern ein for- mel­les Bau­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren ein­lei­ten. „Aus­nah­men gel­ten le­dig­lich bei klei­ne­ren Pro­jek­ten wie Ge­bäu­de­er­wei­te­run­gen oder dem Bau von Ga­ra­gen und un­ter­ge­ord­ne­ten Bau­tei­len, wenn es sehr wahr­schein­lich er­scheint, dass die­se Maß­nah­men bis zum Jah­res­en­de fer­tig­ge­stellt sind“, er­läu­tert Schenk. Nä­he­re Info te­le­fo­nisch un­ter 02133 257-826.

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