Ge­nos­sen­schaft prä­sen­tiert sich kern­ge­sund

GWG in­ves­tiert fast zwölf Mil­lio­nen Eu­ro in den Be­stand. Jah­res­über­schuss liegt bei 2,5 Mil­lio­nen Eu­ro.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - NEUSS -

NEUSS (-nau) Die Ge­mein­nüt­zi­ge Woh­nungs-Ge­nos­sen­schaft (GWG) kennt kei­nen Leer­stand man­gels Be­wer­bern. Was die Ge­nos­sen­schaft als zweit­größ­ter Ak­teur auf dem Neus­ser Woh­nungs­markt an­bie­tet, fin­det ei­nen Mie­ter. Das ist ei­ner­seits ein Hin­weis auf die nach wie vor an­ge­spann­te Wohn­raum­si­tua­ti­on in Neuss, an­de­rer­seits ein Be­leg für die nach­hal­ti­ge Steue­rung ei­nes kern­ge­sun­den Un­ter­neh­mens, das 2016 im Er­geb­nis – bei ei­ner Bi­lanz­sum­me von 185,6 Mil­lio­nen Eu­ro – ei­nen Über­schuss von mehr als 2,5 Mil­lio­nen Eu­ro er­wirt­schaf­te­te. Die gu­te Fi­nanz- und Er­trags­la­ge, kom­men­tiert GWG-Vor­stand Ste­fan Zell­nig vor der Ver­tre­ter­ver­samm­lung den Jah­res­ab­schluss, kom­me vor al­lem den Mit­glie­dern zu­gu­te. An­sprü­che Drit­ter müss­ten nicht be­dient wer­den.

Die GWG in­ves­tier­te im ver­gan­ge­nen Jahr 7,3 Mil­lio­nen Eu­ro in Neu­bau­ten und mach­te elf Woh­nun­gen be­zugs­fer­tig. Dar­über hin­aus steck- te die Ge­nos­sen­schaft fast 1,2 Mil­lio­nen in Mo­der­ni­sie­rung, Um- und An­bau so­wie fast 3,4 Mil­lio­nen in die In­stand­hal­tung. Oh­ne Zu­käu­fe be­trug der In­ves­ti­ti­ons­auf­wand da­mit pro Qua­drat­me­ter ver­mie­te­ter Flä­che 49,9 Eu­ro (Vor­jahr: 40,27).

Der Vor­stand nann­te die Zah­len ein so­li­des Ge­schäfts­er­geb­nis – und die Ver­tre­ter­ver­samm­lung sah das ge­nau­so. Mit dem Er­geb­nis sei der Wirt­schafts­plan er­neut deut­lich über­er­füllt wor­den. Wei­te­res In­diz: Die Ei­gen­ka­pi­tal­quo­te ver­bes­ser­te sich noch ein­mal von 33 auf 34 Pro­zent. „Un­ser Jah­res­er­geb­nis wur­de nicht durch Son­der­ein­flüs­se be­stimmt, son­dern aus dem Kern­ge­schäft, der Ver­mie­tung von Ge­nos­sen­schafts­woh­nun­gen an un­se­re Mit­glie­der, er­wirt­schaf­tet“, be­tont Vor­stand Ul­rich Brom­bach. Und das trotz an­hal­tend ho­her In­ves­ti­tio­nen auch in den Wert­er­halt des ge­nos­sen­schaft­li­chen Im­mo­bi­li­en­be­sit­zes. Die Er­hö­hung der Wohn­si­cher­heit der Mit­glie­der sei eben­falls wich­tig, sag­te Brom­bach mit Blick auf 10.000 in GWG-Woh­nun­gen in­stal­lier­te Rauch­mel­der.

„Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de die Ge­nos­sen­schafts­idee als ers­ter deut­scher Bei­trag in die re­prä­sen­ta­ti­ve Lis­te des im­ma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes der UNESCO auf­ge­nom­men“, er­in­ner­te Zell­nig, der die GWG „Teil die­ser groß­ar­ti­gen und nun­mehr in­ter­na­tio­nal aus­ge­zeich­ne­ten Idee, de­ren Wer­te wir tief ver­in­ner­lich ha­ben“, nann­te. Bei al­ler Of­fen­heit für Wan­del, wie et­wa im Zu­ge der Di­gi­ta­li­sie­rung, wer­de man trotz­dem auch künf­tig „im­mer persönlich für un­se­re Mit­glie­der da sein und al­le An­stren­gun­gen dar­auf rich­ten, ih­nen ein si­che­res und gu­tes Woh­nen zu er­mög­li­chen.“

Bei der Wahl zum Auf­sichts­rat wur­den Wil­fried Fie­del, Karl­heinz Ir­nich, Ar­no Jan­sen und Kars­ten Man­kow­sky im Amt be­stä­tigt.

FOTO: FO­TO­DE­SIGN MANGUAL.DE

Ste­fan Zell­nig und Ul­rich Brom­bach (r.) ver­ant­wor­ten die Ge­schäf­te der GWG.

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