CDU gibt Rich­tung in die Zu­kunft vor: Fu­si­on

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - NEUSS -

Die CDU hat ei­nen Plan: die Grund­last der me­di­zi­ni­schen Ver­sor­gung der 460.000 Men­schen im Rhein-Kreis sol­len ne­ben dem kirch­li­chen „Jo­han­na-Eti­en­ne“auf der Neus­ser­furth die drei kom­mu­na­len Aku­tKran­ken­häu­ser in Dor­ma­gen, Gre­ven­broich und Neuss leis­ten – und das un­ter ei­nem Dach, wenn die Rhein-Kreis-Kli­ni­ken mit dem städ­ti­schen „Lu­kas“in Neuss 2019 fu­sio­nie­ren. Da­mit sich Stadt und Kreis auf Au­gen­hö­he be­geg­nen kön­nen, er­le­digt der Kreis ge­gen­wär­tig sei­ne Haus­auf­ga­ben: er or­ga­ni­siert sei­ne bei­den Häu­ser pri­vat­wirt­schaft­lich, sa­niert sie fi­nan­zi­ell und schafft neue Struk­tu­ren – in­klu­si­ve In­te­gra­ti­on der Se­nio­ren­hei­me. Ih­ren Plan setz­te die CDU im Kreis­tag durch, at­tes­tiert von FDP, UWG/Die Ak­ti­ve, Pi­ra­ten­par­tei, Freie Kreis­tags­frak­ti­on und Zen­trum. Es war der Er­folg des Die­ter Wel­sink. Der CDU-Frak­ti­ons­chef, der un­ter­neh­me­risch denkt und ein – Be­fan­gen­heit hin,

Die CDU schickt die bei­den Kreis­kran­ken­häu­ser auf den Weg in Fu­si­on mit dem Neus­ser „Lu­kas“. Sie hat da­bei den Mut, auf ex­ter­ne Ex­per­ten zu set­zen.

Be­fan­gen­heit her – ge­sund­heits­po­li­ti­scher Ex­per­te ist, geht mu­tig den Weg in die me­di­zi­ni­sche Da­seins­vor­sor­ge der Zu­kunft; mu­tig, weil die Mehr­heit im Kreis­tag im Kern ih­re ei­ge­ne Ent­mach­tung in der Kran­ken­haus-Fra­ge be­schloss.

Die Op­po­si­ti­on aus SPD, Bünd­nis 90/Die Grü­nen und Lin­ke schäumt. We­ni­ger über das Er­geb­nis als viel­mehr über das Wie. Ob zu Recht, bleibt of­fen. Die Sit­zung war nicht öf­fent­lich. Ge­strit­ten wird vor al­lem um den Auf­sichts­rat. Die CDU will ihn mit dem Land­rat und fünf ex­ter­nen Fach­leu­ten be­set­zen, die Op­po­si­ti­on fa­vo­ri­siert ein po­li­tisch be­setz­tes 13er-Gre­mi­um in­klu­si­ve vier Ex­per­ten. Grund­sätz­lich hat die Op­po­si­ti­on Recht, denn der Kreis­tag darf sich nicht aus der Ver­ant­wor­tung steh­len, um sie Ex­ter­nen auf­zu­bür­den. Nur, was ist mit Blick auf die Kreis-Kran­ken­häu­ser schon nor­mal? Wa­ren es nicht Ver­wal­tung und der Kreis­kran­ken­aus­schuss, die das De­fi­zit von zu­letzt 5,8 Mil­lio­nen Eu­ro jähr­lich plus In­ves­ti­ti­ons­stau zu ver­ant­wor­ten ha­ben? Wer es al­lein nicht schafft, der be­nö­tigt Hil­fe. Ex­ter­ne Ex­per­ten eben. Ih­re Mei­nung? Schrei­ben Sie un­se­rem Au­tor: ko­lum­ne@ngz-on­line.de

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