Stadt­rats-Frak­ti­on will Stimm­recht ein­kla­gen

Neue Frak­ti­ons­ge­mein­schaft möch­te in Haupt- und Pla­nungs­aus­schuss ab­stim­men dür­fen.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - DORMAGEN - VON KLAUS D. SCHUMILAS

DOR­MA­GEN Bür­ger­meis­ter Erik Lie­ren­feld hat am En­de der Rats­sit­zung am Don­ners­tag Abend die Stadt­ver­ord­ne­ten dar­über in­for­miert, dass die Frak­ti­ons­ge­mein­schaft Frei­er De­mo­kra­ti­scher Bund (FDB) und Ein Herz für Dor­ma­gen (EHFD) beim Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf Kla­ge ge­gen den Rat der Stadt ein­ge­reicht hat. Die Frak­ti­on FBD/ EHFD be­an­tragt die Fest­stel­lung des Ge­rich­tes, dass der Rats­be­schluss vom 20. De­zem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res rechts­wid­rig ge­we­sen ist, in dem es um Aus­schuss­neu­be­set­zun­gen“ge­gan­gen ist.

Die bei­den Wäh­ler­ge­mein­schaf­ten ha­ben sich im Herbst 2016 zu ei­ner Frak­ti­ons­ge­mein­schaft zu­sam­men­ge­schlos­sen. In Frak­ti­ons­stär­ke ha­ben Par­tei­en mehr Ein­fluss­mög­lich­kei­ten, kön­nen An­trä­ge stel­len. Die Frak­ti­on FDB/EHFD be­an­trag­te in die­ser Rats­sit­zung, stimm­be­rech­tigt im Haupt- so­wie Pla­nungs- und Um­welt­aus­schuss zu sein. Da ein Aus­schuss nach An­ga­ben der Ver­wal­tung nicht ein­fach durch ein wei­te­res stimm­be­rech­tig­tes Mit­glied er­gänzt wer­den kann, wä­ren Auf­lö­sung und Neu­bil­dung der bei­den Aus­schüs­se die kon­se­quen­te Fol­ge ge­we­sen, wä­re dem An­trag ent­spro­chen wor­den. Da­zu kam es aber nicht, denn der Rat lehn­te am 20. De­zem­ber die Auf­lö­sung ab. Die neue Frak­ti­on ist seit­dem in den bei­den Aus­schüs­sen mit be­ra­ten­den Mit­glie­dern ver­tre­ten. „Un­ser Ziel war es von Be­ginn an, ei­nen Kom­pro­miss mit den Rats­frak­tio­nen zu er­zie­len“, sa­gen Nor­bert Back und Mar­kus Roß­deut­scher. „Lei­der führ­ten Ge­sprä­che mit den Frak­ti­ons­spit­zen von CDU und SPD nicht zu dem von uns ge­wünsch­ten Stimm­recht.“Die Frak­ti­ons­ge­mein­schaft gibt an, dass sie ein „Gü­te­rich­ter­ver­fah­ren“be­vor­zu­gen wür­de, „das auch aus­drück­lich in der Kla­ge­schrift er­wähnt wer­den soll. Un­ser Ziel ist es, den ver­än­der­ten po­li­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen in Dor­ma­gen Aus­druck zu ver­lei­hen.“Laut Ver­wal­tung ge­be es kei­ne Ver­pflich­tung, die Aus­schuss­grö­ße so zu wäh­len, dass je­de Frak­ti­on in ei­nem Aus­schuss ver­tre­ten ist. Laut Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt sei es un­ver­meid­lich, dass ei­ne oder meh­re­re klei­ne Frak­tio­nen kei­nen An­spruch auf Aus­schuss­sit­ze ha­ben.

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