Ge­ho­be­ne Mit­te

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - TOUR - VON BIR­GIT MARSCHALL

Das Uni­ons­wahl­pro­gramm un­ter­schei­det sich in drei we­sent­li­chen Punk­ten von dem der SPD: Die Uni­on will ers­tens al­le Steu­er­zah­ler ent­las­ten, die SPD da­ge­gen nur die är­me­ren, die et­was rei­che­ren aber be­las­ten. Zwei­tens sitzt die Uni­on das The­ma Ren­te aus, wäh­rend die SPD Äl­te­ren bes­se­re Ren­ten ver­spricht und für Jün­ge­re dem­nach Mehr­be­las­tun­gen plant. Drit­tens will sich die Uni­on die ge­plan­te Stei­ge­rung der Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben de­mo­kra­tisch ab­seg­nen las­sen, die SPD ist strikt da­ge­gen. Die Pro­gram­me sind un­ter­scheid­ba­rer ge­wor­den, als be­fürch­tet wor­den war – und das ist gut so.

Was die Ren­te an­geht, lie­fert die Uni­on ei­ne of­fe­ne Flan­ke. Da­ge­gen ist sie bei den Steuern über­zeu­gen­der. Wer in­ves­tie­ren und Jobs schaf­fen will, den darf der Staat bei vol­len Kas­sen nicht be­las­ten, sagt sie mit Recht – und trifft ei­nen Nerv: Wer sich als Leis­tungs­trä­ger sieht, fühlt sich von De­bat­ten über so­zia­le Un­ge­rech­tig­keit sel­ten an­ge­spro­chen. Die Uni­on hat die Wäh­ler der ge­ho­be­nen Mit­te im Blick. Um­fra­gen, die sie sehr deut­lich vor der SPD se­hen, ma­chen deut­lich, dass sich hier auch vie­le selbst ver­or­ten. BE­RICHT UNI­ON VER­SPRICHT. . ., SEI­TE A6

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