Pre­mie­re: Stadt sucht Azu­bis jetzt on­li­ne

Auf vier Aus­bil­dungs­plät­ze wer­den et­wa 450 Be­wer­ber er­war­tet. Da die Jun­gen er­fah­rungs­ge­mäß in der Min­der­zahl sind, wer­den sie bei glei­cher Qua­li­fi­ka­ti­on be­vor­zugt. Die Stadt er­mög­licht auch das be­rufs­be­glei­ten­de Stu­di­um.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - GREVENBROICH & DORMAGEN - VON GUNDHILD TILLMANNS

GRE­VEN­BROICH Für vier Aus­bil­dungs­plät­ze, die die Stadt Gre­ven­broich im nächs­ten Jahr an­bie­tet, hat das Be­wer­bungs­ver­fah­ren jetzt mit ei­ner Pre­mie­re be­gon­nen. Erst­ma­lig läuft das Ver­fah­ren auch on­li­ne über die Home­page der Stadt­ver­wal­tung. Das sei ein­fa­cher für bei­de Sei­ten, und es kom­me der Le­bens­wirk­lich­keit der jun­gen Leu­te nä­her, sagt Stadt­spre­che­rin Ines Ham­mel­stein. Und Aus­bil­dungs­lei­te­rin Ma­rie-The­re­se Buch­kre­mer ver­deut­licht: „Wir fa­vo­ri­sie­ren auf je­den Fall das On­li­ne-Ver­fah­ren.“Denn dies be­inhal­tet ein stan­dar­di­sier­tes An­mel­de­for­mu­lar, auf dem auch al­le für die Stadt­ver­wal­tung wich­ti­gen ers­ten Aus­wahl­kri­te­ri­en ab­ge­fragt wer­den.

Je­weils zwei Aus­bil­dungs­plät­ze für Ba­che­lor of Law und Ver­wal­tungs­fach­an­ge­stell­te bie­tet die Stadt Gre­ven­broich für 2018 an. „Wir bil­den be­darfs­ge­recht aus“, be­tont Buch­kre­mer. Dies sei zum Ei­nen die Maß­ga­be der Kom­mu­nal­auf­sichts­be­hör­de, zum An­de­ren aber für die jun­gen Leu­te von Vor­teil für ih­re Zu­kunft: „Wir ha­ben bis­her al­le, die wir aus­ge­bil­det ha­ben, auch in ei­ne Fest­an­stel­lung über­neh­men kön­nen“, be­ton­ten Buch­kre­mer und Ham­mel­stein.

Er­fah­rungs­ge­mäß wer­den sich auf je­den Aus­bil­dungs­platz bei der Stadt Gre­ven­broich durch­schnitt­lich 200 bis 250 Be­wer­ber mel­den, be­rich­tet die Aus­bil­dungs­lei­te­rin. Al­ler­dings sei da­von aus­zu­ge­hen, dass sich zwei Drit­tel Mäd­chen und nur ein Drit­tel Jun­gen mel­den wer­den. Das sei schon seit vie­len Jah­ren zu be­ob­ach­ten. „Und des­halb wer­den bei uns bei glei­cher Qua­li­fi­ka­ti­on die Jun­gen be­vor­zugt“, gibt Buch­kre­mer zu. Dies ge­sche­he aber im Kon­sens mit der Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten der Stadt, fügt sie hin- zu. Die Be­wer­bun­gen für die vier Aus­bil­dungs­plät­ze wer­den bei der Stadt­ver­wal­tung ge­sich­tet. Ei­ne Aus­wahl von durch­schnitt­lich 40 bis 45 Be­wer­bern wird dann zum Eig­nungs­test ins Stu­di­en­in­sti­tut in Kre­feld ein­ge­la­den, das jetzt an­stel­le des Düs­sel­dor­fer In­sti­tuts von der Stadt­ver­wal­tung ge­nutzt wird. Aus die­ser Aus­wahl blei­ben dann die Kan­di­da­ten für die per­sön­li­chen Vor­stel­lungs­ge­sprä­che im Rat­haus üb­rig.

Bei den schrift­li­chen Be­wer­bun­gen stellt die Aus­bil­dungs­lei­te­rin im­mer öf­ter ekla­tan­te Recht­schreib­schwä­chen fest. Zu be­ob­ach­ten sei auch, dass sich äl­te­re Be­wer­ber mel­de­ten, die mög­li­cher­wei­se zu­vor schon ei­ne an­de­re Aus­bil­dung oder ein Stu­di­um hin­ter sich ha­ben. „Es ist heu­te eben nicht mehr so, dass man sein Le­ben lang in dem Be­ruf bleibt, den man auch als ers­ten er­lernt hat“, weiß die Aus­bil­dungs­lei­te­rin.

Aber auch bei der Stadt­ver­wal­tung ge­be es die Mög­lich­keit, sich wei­ter zu bil­den und auf den zu­nächst er­lern­ten Be­rufs­zweig auf­zu­sto­cken, be­tont Buch­kre­mer. So sei jetzt auch bei der Stadt­ver­wal­tung die Mög­lich­keit of­fen, im Dua­len Stu­di­um, al­so be­rufs­be­glei­tend, den Mas­ter­ab­schluss zu ma­chen. Aber auch auf der Ebe­ne der Ver­wal­tungs­an­ge­stell­ten ge­be es viel­fäl­ti­ge Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten, un­ter an­de­rem auch zum Aus­bil­der: „Wir ha­ben 50 Aus­bil­der un­ter un­se­ren 750 Mit­ar­bei­tern bei der Stadt­ver­wal­tung“, be­rich­tet Buch­kre­mer. Und je­der Azu­bi be­kom­me auf die­se Wei­se per­sön­li­che An­sprech­part­ner und Be­glei­ter für die Aus­bil­dungs­zeit.

FO­TO: STADT

Aus­bil­dungs­lei­te­rin Ma­rie-The­re­se Buch­kre­mer mit Chris­ti­an Do­ro­zal­ski, der bei der Stadt Gre­ven­broich als Ver­wal­tungs­fach­an­ge­stell­ter aus­ge­bil­det wird.

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