Bei Krebs ab­war­ten

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - KULTUR -

Die Be­stim­mung des PSA-Werts zur Früh­er­ken­nung des Pro­sta­takar­zi­noms sagt viel über die Not­wen­dig­keit ei­ner The­ra­pie aus.

an­de­ren zehn Pro­zent ist der Wert er­höht und muss nach ein bis zwei Jah­ren kon­trol­liert wer­den. Nur ein Pro­zent der Män­ner in die­ser Al­ters­grup­pe ha­ben ei­nen so auf­fäl­li­gen Wert (mehr als drei ng/ml), dass ei­ne Ge­web­s­ent­nah­me aus der Pro­sta­ta emp­foh­len wird. Da­bei fin­det sich dann bei der Hälf­te der Be­trof­fe­nen ein Kar­zi­nom. Ins­ge­samt ist al­so nur ei­ner von 200 Män­nern be­trof­fen.

Die­se Män­ner kön­nen froh sein, dass der Krebs so früh er­kannt wur­de, denn er kann dann fast im­mer ge­heilt wer­den. Die

Die Mög­lich­kei­ten der „ak­ti­ven Über­wa­chung“sind in jüngs­ter Zeit viel bes­ser ge­wor­den

an­de­ren Män­ner ha­ben ent­we­der ei­ne sehr ho­he Si­cher­heit, in zehn Jah­ren kein Kar­zi­nom zu be­kom­men, oder ken­nen ih­ren Aus­gangs­wert, der dann si­cher­stellt, dass ein sich ent­wi­ckeln­des Kar­zi­nom früh er­kannt wird. Die­se so­ge­nann­te ri­si­ko-ad­ap­tier­te Krebs­früh­er­ken­nung re­du­ziert Über­dia­gnos­tik mas­siv. Wenn ein Kar­zi­nom früh ent­deckt wird, muss es nicht im­mer so­fort ope­riert oder be­strahlt wer­den. Die Mög­lich­kei­ten der „ak­ti­ven Über­wa­chung“sind bes­ser ge­wor­den, vor al­lem durch ein spe­zi­el­les MRT der Pro­sta­ta, das die Ag­gres­si­vi­tät des Kar­zi­noms ein­zu­ord­nen hilft. So kön­nen wert­vol­le Jah­re an Le­bens­qua­li­tät oh­ne Ope­ra­ti­on oder Be­strah­lung bei glei­cher Si­cher­heit ge­won­nen wer­den.

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