Ex­per­ten dis­ku­tie­ren bei der IHK über Breit­band­aus­bau

Die Ver­ant­wort­li­chen tausch­ten sich über För­der­pro­gram­me und die Zu­sam­men­ar­beit mit den Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­bie­tern aus.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - WIRTSCHAFT IM RHEIN-KREIS -

RHEIN-KREIS (NGZ) Ei­ne schnel­le In­ter­net­ver­bin­dung ist für die Wirt­schaft heu­te ein min­des­tens genau­so wich­ti­ger Stand­ort­fak­tor wie ei­ne Au­to­bahn oder ein Flug­ha­fen in der Nä­he. Auf dem Weg ins Gi­ga­bit­zeit­al­ter herrscht da je­doch deut­li­cher Nach­bes­se­rungs­be­darf. Des­halb setzt sich die In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Mitt­le­rer Nie­der­rhein für ei­ne flä­chen­de­cken­de Breit­band­ver­sor­gung in der Re­gi­on ein. Um sich aus­zu­tau­schen und ge­gen­sei­tig ken­nen­zu­ler­nen, hat­te die IHK die kom­mu­na­len Ver­ant­wort­li­chen für das The­ma Breit­band jetzt ein­ge­la­den. „Die gu­te Nach­richt ist, dass es bei der Min­dest­ver­sor­gung nur noch we­ni­ge Lü­cken im IHK-Be- zirk gibt“, sagt And­ree Haack, Ge­schäfts­füh­rer des IHK-Be­reichs Exis­tenz­grün­dung und Un­ter­neh­mens­för­de­rung. „Al­ler­dings kann das nur der An­fang sein, denn schon heu­te rei­chen die als Min­dest­leis­tung de­fi­nier­ten 30 Me­ga­bit pro Se­kun­de für vie­le Un­ter­neh­men nicht mehr aus.“

Zu­stän­dig für das The­ma Breit­band in der Re­gi­on sind Tho­mas Lör­ner (Rhein-Kreis Neuss), Han­sJoa­chim Ho­fer (Kre­feld), Se­bas­ti­an Cüs­ters (Kreis Vier­sen) und Ben­ja­min Schmidt (Mön­chen­glad­bach). Cüs­ters und Schmidt sind so­ge­nann­te Breit­band­ko­or­di­na­to­ren. Ihr Ein­satz wird durch ein För­der­pro­gramm des Lan­des NRW für ei- nen Zei­t­raum von drei Jah­ren er­mög­licht. Sie ver­net­zen die Ak­teu­re der Breit­band­ver­sor­gung und küm­mern sich um In­ves­to­ren und die Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­bie­ter. Au­ßer­dem be­an­tra­gen und be­treu­en sie die ver­schie­de­nen För­der­pro­gram­me von Bund, Land und EU und er­he­ben und ma­na­gen die Breit­band-Geo­da­ten. Im RheinK­reis Neuss läuft die Aus­schrei­bung für ei­nen Breit­band­ko­or­di­na­tor noch. Kre­feld wird sich eben­falls bald auf die Su­che nach ei­nem ge­eig­ne­ten Kan­di­da­ten für die Stel­le ma­chen. „Es ist sinn­voll, dass die­ses kom­ple­xe The­ma von ei­ner Per­son be­treut wird, die die Fä­den in der Hand hält“, sagt Haack. „So ha­ben auch die Un­ter­neh­men und Bür­ger ei­nen fes­ten An­sprech­part­ner, an den sie sich wen­den kön­nen.“

Die Ex­per­ten tausch­ten sich über die un­ter­schied­li­chen För­der­pro­gram­me zum Breit­band­aus­bau und die Zu­sam­men­ar­beit mit den Tele- kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­bie­tern aus. Ei­nig war sich die Run­de, dass der Wett­be­werb mäch­tig in Fahrt ge­kom­men sei. Die­se Dy­na­mik müs­se man nun nut­zen, um mög­lichst flä­chen­de­ckend den Breit­band­aus­bau vor­an­zu­brin­gen. Bei dem Ge­spräch in der IHK wur­de ver­ab­re­det, dass sich die Ver­ant­wort­li­chen künf­tig halb­jähr­lich tref­fen wer­den, um sich kon­ti­nu­ier­lich aus­zu­tau­schen. Au­ßer­dem lädt die IHK für den 13. Sep­tem­ber in Wil­lich zu ei­ner Ver­an­stal­tung mit dem Breit­ban­dBus des Breit­band­bü­ros des Bun­des (BBB) ein. Mit der In­for­ma­ti­ons­kam­pa­gne „Breit­band@Mit­tel­stand“wird Un­ter­neh­mern der Nut­zen der Gi­ga­bit-In­fra­struk­tur ver­deut­licht. Vor Ort wird an­hand kon­kre­ter An­wen­dungs­bei­spie­le auf­ge­zeigt, wie die di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on so­wohl die Kom­mu­ni­ka­ti­on als auch die Ge­schäfts­mo­del­le und Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se künf­tig ver­än­dern wird.

AR­CHIV-FOTO: DPA

Ei­ne schnel­le In­ter­net­ver­bin­dung ist ein oft un­ter­schätz­ter Stand­ort­fak­tor für Un­ter­neh­men.

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