Tau­bers Fehl­tritt

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - STIMME DES WESTENS - VON EVA QUADBECK

Ge­ne­ral­se­kre­tä­re müs­sen aus­tei­len und ein­ste­cken kön­nen – das ge­hört zur Job­be­schrei­bung. CDU-Ge­ne­ral­se­kre­tär Pe­ter Tau­ber teilt zwar ge­le­gent­lich aus, doch häu­fig bleibt mehr Scha­den an ihm hän­gen als an den Zie­len sei­ner An­grif­fe. So war das An­fang des Jah­res, als er ge­gen FDP-Chef Lindner schoss, und so ist es jetzt auch in der De­bat­te um die Qua­li­fi­ka­ti­on von Ge­ring­ver­die­nern.

Tau­bers ver­ba­ler Fehl­tritt ist ein Bu­me­rang für die CDU. Mit dem her­ab­las­sen­den Hin­weis, dass, wer „was Or­dent­li­ches“ge­lernt ha­be, kei­ne Mi­ni­jobs brau­che, ver­mit­telt der Ge­ne­ral­se­kre­tär den Ein­druck von Ab­ge­ho­ben­heit und Ar­ro­ganz. Für ei­ne Volks­par­tei ist ein sol­ches Image fa­tal. Tau­ber hat sei­ne Äu­ße­rung zu Recht be­dau­ert und zu­rück­ge­nom­men. Da­mit konn­te er den Scha­den für die CDU be­gren­zen.

Der Ab­stand der Uni­on zur SPD ist in Um­fra­gen schon wie­der so groß, dass die Uni­on je­de Form von Über­heb­lich­keit ver­mei­den soll­te. Zu viel Über­le­gen­heits­ge­ha­be wer­den die Wäh­ler ab­stra­fen. BE­RICHT MER­KELS PROBLEMSEKRETÄR, SEI­TE A5

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