RWE: Kom­mu­nen kön­nen für 2017 Di­vi­den­de er­war­ten

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - GREVENBROICH -

RHEIN-KREIS (ki-) Stadt und RheinK­reis Neuss könn­ten 2018 nach zwei Jah­ren oh­ne Er­trag wie­der ei­ne Di­vi­den­de für ih­re RWE-Ak­ti­en be­kom­men. Be­schließt die Haupt­ver­samm­lung des RWE-Kon­zerns im kom­men­den Jahr, wie jetzt von der Ge­schäfts­füh­rung des Ener­gie­un­ter­neh­mens vor­ge­schla­gen, gibt es für das Ge­schäfts­jahr 2017 zu­sätz­lich zur ge­plan­ten Di­vi­den­de von 50 Cent pro Ak­tie noch ei­ne Son­der­di­vi­den­de von ei­nem Eu­ro pro Ak­tie. Hin­ter­grund ist die vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ge­kipp­te Brenn­ele­men­te­steu­er. RWE er­war­tet des­halb ei­ne Rück­er­stat­tung in Mil­li­ar­den­hö­he. Der Rhein-Kreis Neuss be­sitzt rund 150.000 RWE Ak­ti­en, die zum Be­triebs­ver­mö­gen des Se­nio­ren­zen­trums Lin­den­hof ge­hö­ren. „Da­für be­kä­men wir, vor­aus­ge­setzt die Haupt­ver­samm­lung be­schließt ent­spre­chend, rund 225.000 Eu­ro“, sagt Kreis­käm­me­rer In­golf Graul. Auch die Stadt Neuss kann mit Ein­nah­men rech­nen. Sie ver­fügt al­ler­dings nur über rund 78.000 RWE-Ak­ti­en. Ent­spre­chend ge­ring, so Stadt­spre­cher Micha­el Klop­pen­burg, sei die Be­deu­tung der Di­vi­den­de für den städ­ti­schen Haus­halt. Die Grü­nen im Rhein-Kreis hat­ten an­ge­sichts des Kurs­ab­stur­zes der RWE-Ak­tie im Zu­sam­men­hang mit der Ener­gie­wen­de und sin­ken­den Strom­prei­sen im Groß­han­del mehr­fach den Ver­kauf der Ak­ti­en ge­for­dert. Die Mehr­heit im Kreis­tag hat­te dies mit dem Ver­weis auf den nied­ri­gen Kurs und Ein­fluss­mög­lich­kei­ten auf RWE stets ab­ge­lehnt. Al­lein 2016 hat­te RWE ei­nen Ver­lust von 5,7 Mil­li­ar­den Eu­ro ein­ge­fah­ren.

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