Stadt will mehr Putz­män­ner be­schäf­ti­gen

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - LANDESHAUPTSTADT DÜSSELDORF -

(jj) Frau­en und Män­nern glei­che be­ruf­li­che Chan­cen zu bie­ten, hat sich auch die Stadt­ver­wal­tung auf die Fah­nen ge­schrie­ben. Ziel­ver­ein­ba­run­gen sol­len hel­fen, den An­spruch in die Tat um­zu­set­zen. Doch so ein­fach, wie es klingt, ist es nicht. Über ei­ni­ge Bau­stel­len bei die­sem The­ma dis­ku­tier­te ges­tern der Gleich­stel­lungs­aus­schuss des Ra­tes.

Eleo­no­re Mar­hau­er vom Ju­gend­amt be­rich­te­te, dass 87 Pro­zent der dort Be­schäf­tig­ten weib­lich sind. „Na­tür­lich hät­ten wir in den Be­rei­chen Er­zie­hung und So­zia­les ger­ne mehr Män­ner“, sag­te sie. Um­ge­kehrt ge­be es bei den Lei­tungs­po­si­tio­nen „noch Luft nach oben“. So sei­en von sechs Ab­tei­lungs­lei­tern nur zwei weib­lich. Auch im Zen­trum für Schul­psy­cho­lo­gie sei der Män­ner­an­teil „sehr ge­ring“, sag­te Lei­te­rin An­ja Nie­buhr und ver­such­te ei­ne Er­klä­rung: „Mehr Frau­en als Män­ner stu­die­ren Psy­cho­lo­gie und wenn ein Mann die­ses Fach wählt, geht er oft die For­schung oder zu ei­nem Un­ter­neh­men.“

CDU-Rats­herr Andre­as Au­ler wun­der­te sich über die Ziel­ver­ein­ba­rung, Stel­len für Rei­ni­gungs­kräf­te „pa­ri­tä­tisch“zu be­set­zen. Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te Eli­sa­bet Wil­fart mach­te deut­lich, dass auch hier die Vor­ar­bei­ter oft Män­ner sind, die Putz­ar­beit aber meist von den Frau­en er­le­digt wird. Na­tür­lich sei das The­ma „gleich­stel­lungs­re­le­vant“.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.