Ki­tas müs­sen Impf-Muf­fel den Be­hör­den mel­den

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - POLITIK -

BER­LIN (RP) 115 Punk­te um­fass­te die Ta­ges­ord­nung des Bun­des­rats für die gest­ri­ge Sit­zung. Ne­ben der Ehe für al­le fäll­te die Län­der­kam­mer ei­ne gan­ze Rei­he von Be­schlüs­sen, die den All­tag der Bür­ger ver­än­dern wer­den. Ei­ne Aus­wahl: Ren­te Die Ren­ten in Ost und West wer­den bis 2025 an­ge­gli­chen. Die­ser Pro­zess soll in sie­ben Schrit­ten er­fol­gen und be­reits im kom­men­den Jahr be­gin­nen. Zu­dem wer­den die Be­triebs­ren­ten re­for­miert: Beim neu­en Mo­dell ei­ner Ziel­ren­te ent­fal­len für die Ar­beit­neh­mer Ren­ten­ga­ran­ti­en, al­so fes­te Aus­zah­lungs­hö­hen. Strom­prei­se Auf dem Strom­markt wer­den bis 2023 die Netz­ent­gel­te an­ge­gli­chen. In Nord- und Ost­deutsch­land dürf­ten da­durch die Strom­prei­se sin­ken – die Netz­ent­gel­te, die rund ein Vier­tel der Strom­kos­ten aus­ma­chen, sind dort näm­lich be­son­ders hoch. Strom­kun­den im Wes­ten und Sü­den müs­sen mit hö­he­ren Prei­sen rech­nen. Ge­sund­heit Ki­tas müs­sen El­tern künf­tig beim Ge­sund­heits­amt mel­den, wenn die­se kei­ne Impf­be­ra­tung beim Haus- oder Kin­der­arzt nach­wei­sen kön­nen. Der Nach­weis ei­ner Impf­be­ra­tung für die Kin­der ist schon seit zwei Jah­ren Pflicht, doch bis­lang war es den Ki­tas frei­ge­stellt, ob sie säu­mi­ge El­tern bei den Be­hör­den mel­den. Ver­kehr Straf­tä­tern droht in Zu­kunft auch der Ent­zug ih­res Füh­rer­scheins. Wäh­rend die­se Sank­ti­on bis­lang aus­schließ­lich bei Ver­kehrs­de­lik­ten ver­hängt wer­den konn­te, ist ein Fahr­ver­bot als Ne­ben­stra­fe künf­tig auch bei al­len an­de­ren Straf­ta­ten mög­lich. Die Höchst­dau­er des Fahr­ver­bots wird zu­dem von drei Mo­na­ten auf sechs Mo­na­te er­höht. Fi­nan­zen Be­zah­len mit der Kre­dit­kar­te wird für die Ver­brau­cher preis­wer­ter. Ab dem kom­men­den Jahr dür­fen Händ­ler in vie­len Fäl­len kei­ne spe­zi­el­len Ge­büh­ren für Kar­ten- zah­lun­gen, Über­wei­sun­gen und Last­schrif­ten mehr ver­lan­gen. Die­se Re­ge­lung gilt eu­ro­pa­weit – für Zah­lun­gen an der La­den­kas­se und im In­ter­net. Kri­mi­na­li­tät Bei Woh­nungs­ein­brü­chen grei­fen in Zu­kunft här­te­re Stra­fen. Nach der vom Bun­des­rat ge­bil­lig­ten Ge­set­zes­ver­schär­fung gilt für den Ein­bruch in ei­ne „dau­er­haft ge­nutz­te Pri­vat­woh­nung“ei­ne Min­dest­stra­fe von ei­nem Jahr. Bis­lang sind le­dig­lich sechs Mo­na­te vor­ge­se­hen, in „min­der­schwe­ren Fäl­len“so­gar nur drei Mo­na­te. Min­der­schwe­re Fäl­le wird es in Zu­kunft aber gar nicht mehr ge­ben. In­ter­net On­line-Netz­wer­ke sind ver­pflich­tet, här­ter ge­gen Hass und Het­ze im Netz vor­zu­ge­hen. So müs­sen Face­book, Twit­ter und Youtu­be straf­ba­re In­hal­te bin­nen 24 St­un­den nach ei­nem Hin­weis lö­schen. Für we­ni­ger ein­deu­ti­ge Fäl­le ist ei­ne län­ge­re Frist von sie­ben Ta­gen vor­ge­se­hen.

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