Gran­dio­ses Licht­spek­ta­kel im dunk­len Tan­nen­busch

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - GREVENBROICH & DORMAGEN - VON FRAN­ZIS­KA GRÄFE

DELHOVEN Ge­heim­nis­voll er­scheint das vio­lett an­ge­strahl­te Schilf, in den Baum­wip­feln hüp­fen blaue und ro­te Punk­te, der nächt­lich-dunk­le Wald er­strahlt mal gelb, mal grün oder oran­ge: Die „lich­te Nacht“im Geo­park er­wies sich wie­der als stim­mungs­vol­les Spek­ta­kel.

Von Be­ginn an ge­hört das Lich­ter­spiel zum Pro­gramm der Tan­nen­busch­wo­che, war in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren aber oft durch Re­gen oder durch küh­les Wet­ter ge­trübt. Nicht so am ver­gan­ge­nen Frei­tag: Bei an­ge­nehm war­men Tem­pe­ra­tu­ren ent­fal­te­te sich im Geo­park die At­mo­sphä­re ei­nes Fa­mi­li­en­fes­tes. Fa­mi­li­en und jun­ge Leu­te ge­nos­sen auf Pick­nick­de­cken und Cam­ping­s­tüh­len den lau­en Abend und das mit der Däm­me­rung sicht­bar wer­den­de Far­ben­spiel.

Für die per­fek­te Ins­ze­nie­rung sorg­te wie im­mer Co­ma Me­dia, un­ter­stützt vom ört­li­chen Ener­gie­ver­sor­ger evd. Jüngs­ter Gast war wohl Lu­zie, die acht Mo­na­te al­te Toch­ter von Vi­ze-Bür­ger­meis­ter Micha­el Dries, der den Abend mo­de­rier­te. Von den „land­schafts­prä­gen­den Gestei­nen“im Geo­park schlug er den Bo­gen zur Dor­ma­ge­ner Band „Co­yo­tes Last Or­der“, die die Lich­ter­nacht mit Akus­tik-Rock mu­si­ka­lisch be­glei­te­te. „Sie spie­len Mu­sik, mit der wir groß ge­wor­den sind und die uns ge­prägt hat“, mein­te Dries. Das traf vor al­lem auf die spä­ten 70er und frü­hen 80er-Jahr­gän­ge zu, denn die ver­bin­den mit „Cats in the crad­le“(Ver­si­on Ugly Kid Joe), „Not­hing el­se mat­ters“(Me­tal­li­ca), „Kryp­to­ni­te“(3 Doors Down) oder „Auf gu­te Freun­de“(Böh­se On­kelz) Er­in­ne­run­gen an die Ju­gend.

Beim et­was ge­setz­te­ren Pu­bli­kum wur­den Er­in­ne­run­gen an die An­fän­ge der „lich­ten Nacht“wach, als Strei­cher oder Har­fen im Geo­park er­klan­gen. „Das war ro­man­tisch und pass­te gut zum Wald“, meint Ire­ne Kast­ner. Meh­re­re Hun­dert Be­su­cher wa­ren auch beim Fi­na­le um kurz vor 23 Uhr noch da­bei und stimm­ten in „Et jitt kei Wood“von Cat Ball­ou mit ein.

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