Bau-Un­fall be­schäf­tigt Be­hör­den

Ein Durch­gang an der Bau­stel­le für den „Rhein­to­wer“brach zu­sam­men.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - LANDESHAUPTSTADT DÜSSELDORF - VON UWE-JENS RUHNAU

Jetzt ha­ben die Be­hör­den das Wort. Von der Be­rufs­ge­nos­sen­schaft bis hin zur Be­zirks­re­gie­rung be­schäf­ti­gen sich Ex­per­ten mit der Fra­ge, war­um ein rund 60 Me­ter lan­ger Bau­stel­len-Durch­gang in He­erdt zu­sam­men­ge­bro­chen ist. Das Un­glück ge­schah am Frei­tag in He­erdt an der Pa­ri­ser Stra­ße. Es war gro­ßes Glück, dass sich ge­ra­de kei­ne Men­schen in dem Gang be­fan­den.

An der Pa­ri­ser Stra­ße ent­steht ne­ben der Schön-Kli­nik (frü­her Do­mi- ni­kus-Kran­ken­haus) der 19-stö­cki­ge „Rhein­to­wer“. Erst vor we­ni­gen Ta­gen war der Kran auf­ge­baut wor­den, die Grün­dungs­ar­bei­ten für das Ge­bäu­de hat­ten be­gon­nen.

Zur Bau­stel­len-Lo­gis­tik ge­hört der Durch­gang. Der Auf­trag da­für ist so ver­fasst wor­den, dass die Kon­struk­ti­on auch Las­ten tra­gen kann. Nun muss her­aus­ge­fun­den wer­den, was zum Zu­sam­men­bruch ge­führt hat. Mög­lich­kei­ten gibt es meh­re­re. Der Gang kann nicht rich­tig kon­stru­iert oder falsch zu­sam­men­ge­baut wor­den sein. Auch ist es mög- lich, dass zu schwe­re Las­ten dar­auf ab­ge­la­den oder sie an der fal­schen Stel­le plat­ziert wur­den. Dass der am Frei­tag­nach­mit­tag ein­ge­setz­te Kran mit dem Un­fall et­was zu tun hat, ist ei­ne wei­te­re Op­ti­on. An­ders als das Roh­bau­un­ter­neh­men war die Bau­lei­tung zu die­sem Zeit­punkt nicht mehr an der Bau­stel­le. Ei­ne wei­te­re Fir­ma war mit dem Bau des Durch­gangs be­auf­tragt.

Die Po­li­zei war am Frei­tag vor Ort, zog aber man­gels grö­ße­rer Schä­den wie­der ab. Bis spä­tes­tens Frei­tag soll der Fall ge­klärt sein.

F: PRI­VAT

Am Frei­tag­nach­mit­tag stürz­te der Durch­gang ein. Die Ur­sa­che wird der­zeit er­mit­telt. An­woh­ner sa­gen, die Kon­struk­ti­on sei viel­leicht über­la­den wor­den.

Der Durch­gang an der Pa­ri­ser Stra­ße vor sei­nem Zu­sam­men­bruch.

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