Raiff­ei­sen­bank will am Sankt-Eusta­chi­us-Platz bau­en

Die Bank hat bei der Stadt In­ter­es­se an dem Grund­stück an­ge­mel­det, auf dem ein Ju­gend­zen­trum ge­plant war. Heute dis­ku­tiert der Rat.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - KAARST / KORSCHENBROICH - VON DAGMAR FISCH­BACH

VORST In sei­ner heu­ti­gen Sit­zung wird sich der Stadt­rat mit dem Bau ei­nes Ju­gend­zen­trums am Sank­tEusta­chi­us-Platz in Vorst be­schäf­ti­gen. Die Rats­frak­tio­nen der SPD, Grü­nen, UWG und FWG wol­len den Bau vor­an­trei­ben und hat­ten ei­nen ent­spre­chen­den An­trag für die heu­ti­ge Sit­zung ge­stellt. Al­ler­dings: Es gibt noch ei­nen an­de­ren In­te­res- sen­ten für das Grund­stück im Her­zen von Vorst. Die Raiff­ei­sen­bank möch­te es von der Stadt kau­fen, wie de­ren Vor­stand Gui­do Schaf­fer be­stä­tigt. „Wir wür­den un­se­re Ge­schäfts­stel­le von der Klei­nen­broi­cher Stra­ße gern dort­hin ver­la­gern. au­ßer­dem ei­ni­ge Ab­tei­lun­gen aus un­se­rer Haupt­stel­le an der Neus­ser Stra­ße in Kaarst“, so Schaf­fer wei­ter. Dort wer­de künf­tig mehr Platz für die Kun­den­be­ra­tung ge­braucht. Doch die Raiff­ei­sen­bank will das Haus nicht al­lein nut­zen. „Wir wür­den uns dar­um be­mü­hen, als Mie­ter für die Eta­gen, die wir nicht be­nö­ti­gen Fach­ärz­te zu ge­win­nen. Frau­en- oder Kin­der­ärz­te bei­spiels­wei­se. Me­di­zi­ner, an de­nen es in ei­nem wach­sen­den Stadt­teil wie Vorst man­gelt“, so Schaf­fer wei­ter.

Die Stadt hat­te der Bank das rund 1000 Qua­drat­me­ter gro­ße Grund­stück am Sankt-Eusta­chi­us-Platz zu­letzt an­ge­bo­ten, um dort den Neu­bau ih­rer Ge­schäfts­stel­le zu ver­wirk­li­chen. Gleich­zei­tig soll­te sie aber Raum für Woh­nun­gen schaf­fen – und rund 200 Qua­drat­me­ter für das Ju­gend­zen­trum im Erd­ge­schoss. Des­sen Rä­um­lich­kei­ten soll­ten dann lang­fris­tig an die Stadt Kaarst ver­mie­tet wer­den. Mit Hin­weis auf den ge­rin­gen Rück­halt in der Be­völ­ke­rung und wirt­schaft­li­che Grün­de hat­te die Bank den Plä- nen im No­vem­ber 2016 ei­ne Ab­sa­ge er­teilt und an­ge­kün­digt, den Neu­bau ih­rer Ge­schäfts­stel­le an der Klei­nen­broi­cher Stra­ße rea­li­sie­ren zu wol­len. „In­zwi­schen ha­ben wir die Zeit ge­nutzt, wei­ter zu den­ken. Wir hal­ten den Platz auch im Sin­ne der Vors­ter für ge­eig­net, um an zen­tra­ler Stel­le un­se­re Prä­senz mit Men­schen und nicht mit Ma­schi­nen zu er­hal­ten“, so Schaf­fer. Für ein Ju­gend­zen­trum sei hin­ge­gen sei­ner Ein­schät­zung ei­ne La­ge am Ortrand ge­eig­ne­ter. Die­se Ein­schät­zung teilt CDU-Frak­ti­ons­chef Lars Chris­toph, der sich auch als Vor­sit­zen­der des Grund­stücks­aus­schus­ses mit dem The­ma be­schäf­ti­gen wird. „Als CDU-Frak­ti­on hal­ten wir die Lö­sung der Raiff­ei­sen­bank für op­ti­mal. Auch weil bei ei­ner Wohn­be­bau­ung in di­rek­ter Nach­bar­schaft zum Schüt­zen­zelt Kon­flik­te vor­pro­gram­miert sein dürf­ten.“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.