Kon­so­li­diert wird nicht, war­um auch?

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - STIMME DES WESTENS - VON BIR­GIT MAR­SCHALL VON 1 EU­RO NIMMT DER STAAT..., TITELSEITE

Wol­len wir dem Staat mehr oder we­ni­ger Geld ge­ben? Und kann er das, was wir uns von ihm wün­schen, auch kos­ten­güns­ti­ger lie­fern? Die gro­ßen Par­tei­en ge­ben auf die ers­te Fra­ge im An­satz un­ter­schied­li­che Ant­wor­ten, auf die zwei­te ge­ben sie lei­der gar kei­ne. An­ge­sichts gut lau­fen­der Ein­nah­men schert sich bei Uni­on und SPD nie­mand dar­um, ob und wie der Staat bes­ser wirt­schaf­ten könn­te. Kon­so­li­diert wird nicht, war­um auch? Was die Ko­ali­ti­on ver­tei­len woll­te, konn­te sie lo­cker be­zah­len.

Un­ter­las­se­ne Haus­halts­kon­so­li­die­rung kann sich aber spä­ter noch rä­chen. Wenn sich her­aus­stellt, dass die aus de­mo­gra­fi­schen Grün­den bald an­stei­gen­de Last an Steu­ern und Ab­ga­ben zu schwer ge­wor­den ist für die, die sie ab dem Jahr 2020 schul­tern müs­sen.

Bei der Ant­wort auf die ers­te Fra­ge ha­ben die Wäh­ler im­mer­hin den Hauch ei­ner Al­ter­na­ti­ve: Die Uni­on ver­spricht ge­ring­fü­gi­ge Ent­las­tun­gen für al­le, die So­zi­al­de­mo­kra­ten aus­schließ­lich für die „ar­bei­ten­de Mit­te“mit bis zu 60.000 Eu­ro Jah­res­ein­kom­men. Ge­mein­sam ist bei­den Kon­zep­ten, dass je­de Ent­las­tung so ge­ring sein wird, dass sie der Bür­ger kaum spü­ren dürf­te. BE­RICHT

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