SMS-Tan vor dem Aus

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - STIMME DES WESTENS - VON MAXIMILIAN PLÜCK

Ban­ken dür­fen von ih­ren Kun­den für das Zu­sen­den ei­ner Trans­ak­ti­ons­num­mer (Tan) per SMS Geld ver­lan­gen. An­ders als die Vor­in­stan­zen mach­te Karls­ru­he bei sei­nem Ur­teil aber ei­ne Ein­schrän­kung: Dies gilt nur für Num­mern, die tat­säch­lich auch be­nö­tigt wer­den. Wenn der Kun­de bei der Ein­ga­be ei­nen Feh­ler macht oder kurz ab­ge­lenkt ist und des­halb die Zeit­vor­ga­be über­schrei­tet, muss er nicht für ei­ne an­ge­for­der­te Tan zah­len. In der Pra­xis heißt dies al­ler­dings nicht, dass der Kun­de tat­säch­lich ent­las­tet wird. Denn die Ban­ken müs­sen nun Sys­te­me ein­rich­ten, mit de­nen sie nach­wei­sen kön­nen, wel­che Tan ver­wen­det wur­de und wel­che ins Lee­re lief. Das Geld da­für wer­den sie sich von ih­ren Kun­den wie­der­ho­len – über hö­he­re Ge­büh­ren.

Und so dürf­te das heu­ti­ge Ur­teil un­term Strich den An­fang vom En­de der SMS-Tan mar­kie­ren: In ei­ner Zeit, in der die kos­ten­pflich­ti­ge SMS dank der Mes­sen­ger­diens­te na­he­zu aus un­se­rem All­tag ver­schwun­den ist, muss man kein Pro­phet sein, um der kos­ten­pflich­ti­gen SMS-Tan an­ge­sichts güns­ti­ge­rer Al­ter­na­ti­ven ein ähn­li­ches Schick­sal vor­aus­zu­sa­gen. BE­RICHT GE­BÜH­REN FÜR BANK-SMS BLEI­BEN..., SEI­TE B 1

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