Glei­che Re­geln für al­le

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - STIMME DES WESTENS - VON JU­LIA RATHCKE

Die AfD ist ei­ne Par­tei, die es bei vie­len Din­gen sehr ge­nau nimmt. Stets be­fürch­tet sie Ge­set­zes­ver­stö­ße, Un­recht­mä­ßig­kei­ten oder mo­ra­li­sche Ver­ge­hen. Erst die­se Wo­che leg­te die NRW-AfD me­di­en­wirk­sam Ein­spruch ge­gen das Er­geb­nis der Land­tags­wahl ein. Die AfD glaubt, dass bei ih­ren falsch aus­ge­zähl­ten Stim­men in ei­ni­gen Wahl­be­zir­ken „mehr als Zu­fall im Spiel ge­we­sen sein könn­te“. Wer an­de­re an­schwärzt, soll­te al­ler­dings selbst ei­ne wei­ße Wes­te ha­ben.

Nach De­bat­ten um AfD-Lis­ten in meh­re­ren Bun­des­län­dern, in de­nen auch par­tei­in­tern viel mit Schmutz ge­wor­fen wur­de, ist die saar­län­di­sche Lis­te tat­säch­lich für un­gül­tig er­klärt wor­den – weil Grund­la­gen des Bun­des­wahl­rechts nicht ein­ge­hal­ten wor­den wa­ren. Der Feh­ler konn­te kor­ri­giert wer­den, in NRW wä­re das nicht mög­lich – ob­wohl der Vor­stand of­fen­bar auf Ver­stö­ße ge­gen die ei­ge­ne Sat­zung hin­ge­wie­sen wur­de. Dass die AfD die­se Feh­ler ei­ner­seits macht und an­de­rer­seits hin­nimmt, zeugt nicht ge­ra­de von dem Po­li­tik­ver­ständ­nis, das sich die selbst er­nann­ten Ba­sis­de­mo­kra­ten so gern zu­schrei­ben. BE­RICHT ÄR­GER UM WAHLLISTE DER NRW-AFD, TI­TEL­SEI­TE

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