Blau-Weiss Neuss will heu­te in Iser­lohn kein Ri­si­ko ein­ge­hen

Ten­nis-Zweit­li­gist reist mit star­ker For­ma­ti­on zur „Wun­der­tü­te“der Li­ga. Am Sonn­tag folgt das Heim­spiel ge­gen den Club an der Als­ter.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - SPORT IM RHEIN-KREIS - VON VOL­KER KOCH

NEUSS Es sind die Frei­tag­spie­le, die den Auf­stiegs­kampf in der Zwei­ten Ten­nis-Bun­des­li­ga Nord ent­schei­den könn­ten. Denn an die­sen we­nig be­lieb­ten Ter­mi­nen ha­ben die Te­am­chefs we­gen der zeit­gleich lau­fen­den Tur­nie­re in al­ler Welt oft­mals Pro­ble­me, ei­ne schlag­kräf­ti­ge For­ma­ti­on auf die Asche zu brin­gen.

Ma­ri­us Zay kann da­von ein Lied sin­gen. Vor Wo­chen­frist muss­te der Te­am­chef des TC Blau-Weiss Neuss sei­ne drei „Spie­ler­trai­ner“-Kol­le­gen Cl­in­ton Thom­son, Ke­vin De­den und Sa­scha Klör auf­bie­ten, um ge­gen den Ol­den­bur­ger TeV über­haupt sechs Ein­zel be­strei­ten zu kön­nen. Ent­spre­chend mü­he­voll kam der 6:3-Sieg des Erst­li­ga-Ab­stei­gers zu- stan­de. Nun war­tet heu­te ab 13 Uhr auf der An­la­ge am Sei­ler­blick mit dem TC Iser­lohn ein Kon­tra­hent, der ein ganz an­de­res Ka­li­ber dar­stel­len könn­te als die Ol­den­bur­ger.

Wohl­ge­merkt, könn­te. Denn die Iser­loh­ner sind ein biss­chen die „Wun­der­tü­te“der Li­ga. Zum Auf­takt bo­ten sie beim 6:3 ge­gen Ol­den­burg al­les auf, was ihr Auf­ge­bot her­gibt: Den Spa­nier Guil­ler­mo Gar­cia Lopez (war zu bes­ten Zei­ten mal Num­mer 23 der Welt­rang­lis­te, zur Zeit 131.) an Po­si­ti­on eins, da­hin­ter die Tsche­chen Va­clav Saf­ra­n­ek (203) und Jan Mertl (427) und den Ar­gen­ti­ni­er Agus­tin Me­lot­ti (256). Fünf Ta­ge spä­ter, beim 3:6 in Ver­s­mold, lie­fen hin­ter Ve­lot­ti die Num­mer neun bis 13 ih­rer Mel­de­lis­te auf, wäh­rend beim dar­auf­fol­gen­den 5:4 über BW Ber­lin wie­der Saf­ra­n­ek, Ve­lot­ti und Mertl da­bei wa­ren. Wer heu­te spielt, ist un­ge­wiss.

„Wir rech­nen mit al­lem, auch mit Gar­cia-Lopez“, sagt Ma­ri­us Zay. Weil das aber dem be­rühm­ten Le­sen aus dem Kaf­fee­satz gleicht, will er sich all­zu lan­ge nicht mit der ver­meint­li­chen oder tat­säch­li­chen Auf­stel­lung des Geg­ners auf­hal­ten: „Wir ha­ben lie­ber dar­auf ge­ach­tet, dass wir selbst ei­ne schlag­kräf­ti­ge Trup­pe auf­bie­ten kön­nen“, sagt der Te­am­chef. Mit den Nie­der­län­dern Bo­tic Van De Zand­schulp und Niels Loots­ma, in­zwi­schen ein­träch­tig auf die Plät­ze 308 und 310 ge­klet­tert und den Dop­pel­spe­zia­lis­ten Fre­de­rik Niel­sen und Hans Pod­lip­ni­kCas­til­lo hat der Neus­ser Te­am­chef sei­ne „Kern­trup­pe“bei­sam­men. Der aus Erst­li­ga-Zei­ten üb­rig ge­blie­be­ne, nach Ver­let­zung wie­der ein­satz­be­rei­te Adri­an Un­gur (ATP 421) soll sein Sai­son­de­büt ge­ben. Und für den noch frei­en Platz, ent­we­der ganz oben oder ganz un­ten in der Auf­stel­lung, kom­men die Bun­des­li­ga-De­bü­tan­ten Bern­a­be Za­pa­ta Mi­ral­les (Spa­ni­en, 286) oder Ma­te Val­kusz (Un­garn, 1010) in Fra­ge.

Für Sonn­tag, wenn ab 11 Uhr der Club an der Als­ter Ham­burg an der Jahn­stra­ße gas­tiert, plant Zay mit dem glei­chen Ka­der. Doch mit die­sem Spiel will er sich noch nicht be­schäf­ti­gen: „Iser­lohn wird schwie­rig ge­nug.“Denn im Fern­du­ell mit TP Ver­s­mold dür­fen sich die Neus­ser kei­nen Aus­rut­scher er­lau­ben – zu­mal Ver­s­mold die Hür­de Iser­lohn be­reits er­folg­reich ge­meis­tert hat.

NGZ-ARCHIVFOTO: -WOI

Soll heu­te am Sei­ler­blick in Iser­lohn sein Sai­son­de­büt für den TC Blau-Weiss in der Zwei­ten ten­nis-Bun­des­li­ga ge­ben: der Ru­mä­ne Adri­an Un­gur.

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