Di­let­tan­tis­mus der AfD

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - STIMME DES WESTENS - VON JU­LIA RATHCKE

Schon die Dau­er der De­bat­te zeig­te, wie wich­tig dem Wahl­aus­schuss das The­ma war: Mehr als ei­ne St­un­de lang ging es um die Lis­te der NRWAfD für die Bun­des­tags­wahl. Mehr als ei­ne St­un­de wur­den die Ver­trau­ens­per­so­nen der AfD in die Man­gel ge­nom­men. Zu Recht, wie sich her­aus­stell­te. Denn dass drei Per­so­nen bei wich­ti­gen Wahl­vor­gän­gen mit­ge­stimmt ha­ben, ob­wohl sie noch kei­ne Mit­glie­der wa­ren, be­stritt die AfD gar nicht. Dass das vor Ort, in ei­nem Kreis von viel­leicht 40 Per­so­nen, nie­man­dem auf­ge­fal­len sein soll, ist frag­wür­dig. Dass ei­ne der Ver­trau­ens­per­so­nen die man­gel­haf­ten Ein­lass­kon­trol­len da­mit be­grün­det, dass es dort kein W-Lan ge­ge­ben ha­be, zeigt den Di­let­tan­tis­mus die­ser Par­tei.

Die AfD ist den Min­dest­an­for­de­run­gen an Sorg­falt bei ei­ner so wich­ti­gen Sa­che wie ei­ner Bun­des­tags­wahl nicht nach­ge­kom­men. Gera­de die AfD, die so ge­nau hin­schaut bei der NRW-Wahl, soll­te die­sen Maß­stab bei sich selbst an­le­gen. Ob ei­ne Par­tei, die schon auf kleins­ter or­ga­ni­sa­to­ri­scher Ebe­ne ins Strau­cheln kommt, auf der gro­ßen po­li­ti­schen Büh­ne mit­spie­len soll­te, wer­den die Wäh­ler ent­schei­den. BE­RICHT NRW-AFD DARF ZUR BUN­DES­TAGS­WAHL. . ., TI­TEL­SEI­TE

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