Ge­richt: Tö­tung von Rent­ner in Tö­nis­vorst war kein Mord

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - PANORAMA -

KRE­FELD (RP) Nach dem qual­vol­len Tod ei­nes 81-jäh­ri­gen Rent­ners in Tö­nis­vorst am Nie­der­rhein sind vier An­ge­klag­te we­gen Rau­bes mit To­des­fol­ge ver­ur­teilt wor­den. Es han­de­le sich um ei­ne „ex­trem nie­der­träch­ti­ge Tat von ho­her kri­mi­nel­ler Ener­gie“, sag­te der Vor­sit­zen­de Rich­ter in Kre­feld. Das Land­ge­richt ver­häng­te Ju­gend­stra­fen zwi­schen sechs­ein­halb so­wie sie­ben Jah­ren und neun Mo­na­ten Haft. Der fünf­te An­ge­klag­te wur­de als Er­wach­se­ner we­gen schwe­ren Rau­bes zu sechs Jah­ren ver­ur­teilt.

Die Staats­an­walt­schaft woll­te vier der 19 bis 24 Jah­re al­ten An­ge­klag­ten we­gen Mor­des hin­ter Git­ter brin­gen. Die Be­schul­dig­ten sa­ßen nicht zum ers­ten Mal auf der An­kla­ge­bank. Ih­re ers­te Ver­ur­tei­lung we­gen Rau­bes mit To­des­fol­ge zu Stra­fen zwi­schen sechs­ein­halb und zehn Jah­ren Haft hat­te der Bun­des­ge­richts­hof auf­ge­ho­ben und An­zei­chen für ei­nen Mord ge­se­hen. Das Land­ge­richt blieb nach der Neu­auf­la­ge aber bei sei­ner grund­sätz­li­chen Ein­schät­zung. Die Tö­tung des Rent­ners sei nicht ge­plant ge­we­sen.

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