Ver­mie­ter kann die Un­ter­ver­mie­tung sonst ver­wei­gern.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - IMMOBILIEN&GELD -

(tmn) Ver­mie­ter kön­nen ei­ne Un­ter­mie­ter­laub­nis ver­wei­gern, wenn Mie­ter kein be­rech­tig­tes In­ter­es­se nach­wei­sen kön­nen. Wol­len Mie­ter durch ei­ne Un­ter­ver­mie­tung die Woh­nung ein­fach nur dau­er­haft „für sich vor­hal­ten“, ist ein sol­ches In­ter­es­se je­den­falls nicht er­kenn­bar, be­fand das Land­ge­richt Ber­lin (Az.: 65 S 433/16).

Mie­ter könn­ten auf die­sem We­ge qua­si ei­nen zwei­ten Woh­nungs­markt er­öff­nen, auf dem die Un­ter­mie­ter nur ein­ge­schränkt ge­schützt sei­en.

In dem ver­han­del­ten Fall hat­ten zwei Mie­ter ei­ner Woh­nung die Räu­me un­ter­ver­mie­tet. Der ei­ne Mie­ter leb­te be­reits mit sei­ner Fa­mi­lie in ei­ner an­de­ren Woh­nung, der an­de­re Mie­ter war in die Schweiz ge­zo­gen. An ih­rer ge­mein­sa­men Blei­be woll­ten sie aber fest­hal­ten, um die­se als Rück­zugs­ort zu nut­zen und ge­ge­be­nen­falls dort wie­der ein­zie­hen zu kön­nen. Der Ver­mie­ter woll­te die Un­ter­ver­mie­tung aber nicht mehr ak­zep­tie­ren.

Die Be­grün­dung der Mie­ter konn­te das Ge­richt nicht über­zeu­gen. Bei bei­den Mie­tern sei nicht er­kenn­bar, dass sie ernst­haft be­ab­sich­tig­ten, in die Woh­nung zu­rück­zu­keh­ren. Das In­ter­es­se der Klä­ger sei an­ge­sichts des knap­pen Wohn­raums in der Stadt als nicht ge­wich­tig an­zu­se­hen.

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