Kün­di­gung we­gen Ei­gen­be­darf frü­hes­tens nach drei Jah­ren mög­lich.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - IMMOBILIEN&GELD -

(tmn) Wer­den Miet- in Ei­gen­tums­woh­nun­gen um­ge­wan­delt, kön­nen Mie­ter nicht so­fort ge­kün­digt wer­den. Nach An­ga­ben des Deut­schen Mie­ter­bun­des be­stimmt das Ge­setz zu ih­rem Schutz, dass der Käu­fer und neue Ver­mie­ter ei­ne Kün­di­gungs­sperr­frist ein­hal­ten muss. Er darf min­des­tens drei Jah­re lang nicht kün­di­gen. Da das Kün­di­gungs­ri­si­ko für Mie­ter aber ähn­lich hoch ist, wenn ei­ne Per­so­nen- ge­sell­schaft das Haus er­wirbt, er­gänz­te der Ge­setz­ge­ber die bis­he­ri­ge Re­ge­lung und be­stimmt: Im­mer dann, wenn ei­ne Per­so­nen­ge­sell­schaft kauft, gilt ei­ne Kün­di­gungs­sperr­frist. Die be­trägt bun­des­weit drei Jah­re, kann aber von den Bun­des­län­dern auf bis zu zehn Jah­re ver­län­gert wer­den.

Das be­deu­tet: Wird ei­ne Per­so­nen­ge­sell­schaft durch den Kauf ei­nes Hau­ses Ver­mie­ter und kün­digt zu­guns­ten ei­nes ih­rer Ge­sell­schaf­ter we­gen Ei­gen­be­darfs, ist zu­sätz­lich zu den ge­setz­li­chen Kün­di­gungs­fris­ten ei­ne Kün­di­gungs­sperr­frist ein­zu­hal­ten. Die ge­setz­li­che Re­ge­lung gilt nach ei­ner Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs un­ab­hän­gig da­von, ob die Miet­woh­nung in ei­ne Ei­gen­tums­woh­nung um­ge­wan­delt wird, um­ge­wan­delt wer­den soll oder ob sie wei­ter­hin Miet­woh­nung bleibt (Az.: VIII Zr 104/17).

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