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Ver­wal­tung in­for­miert über ers­tes Bau­ge­biet

Nordwest-Zeitung - - AUS DEN STADTTEILEN - VON EILERT FREE­SE

ALEXANDERHEIDE – Die Entwicklung des ehe­ma­li­gen Flie­ger­hors­tes zu ei­nem Woh­nund Ge­wer­be­ge­biet in­ter­es­siert die Bür­ger. Mit rund 60 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern war die Prä­sen­ta­ti­on der Gr­und­zü­ge des Be­bau­ungs­pla­nes N-777 D Flie­ger­horst/Mit­tel­weg sehr gut be­sucht.

„Sie kön­nen sich dar­auf ver­las­sen, dass ich schon qua mei­nes Am­tes aber auch ganz per­sön­lich da­für Sor­ge tra­gen wer­de, dass ein Baum nur dann ent­fernt wird, wenn es un­be­dingt sein muss“, ver­si­cher­te Ro­bert Spren­ger, Fach­dienst­lei­ter Na­tur­schutz und tech­ni­scher Um­welt­schutz bei der Stadt­ver­wal­tung. „Aber wenn ich weiß, dass sich un­ter dem Baum ei­ne Bom­be be­fin­det, wer­de ich ihn fäl­len“, so der Um­welt­schüt­zer. „Und bei Blind­gän­gern ken­nen wir gar kein Par­don, da muss die Er­de durch­ge­siebt wer­den“, ent­geg­ne­te er ei­nem Zu­hö­rer, der be­fürch­te­te, dass „wie­der al­les ab­ge­holzt wer­den wür­de“. Bis zu 1,5 Me­ter tief wird die Er­de im Be­reich, wo sich noch al­te Kampf­mit­tel be­fin­den durch­sucht. „Und wenn wir ver­mu­ten, dass sich et­was tie­fer auch noch Kampf­mit­tel be­fin­den, sie­ben wir wei­ter“, be­kräf­tigt auch Axel Mül­ler vom Fach­dienst Lie­gen­schaf­ten. Es gab Bom­ben­trich­ter, die wa­ren bis zu acht Me­ter tief.

Ent­wäs­se­rungs­kon­zept

„Wir wer­den noch ein um­fang­rei­ches Ent­wäs­se­rungs­kon­zept ent­wi­ckeln“, be­stä­tig­te Ul­rich Fort­mann, Fach­dienst­lei­ter Bau­leit­pla­nung. Pe­tra Ste­vens und Mar­tin Schmidtke hat­ten zu­sam­men mit Nach­barn fest­ge­stellt, dass seit dem Ab­riss des Gäste­hau­ses in un­mit­tel­ba­rer Nä­he des Ca­si­nos, grö­ße­re Was­ser­an­samm­lun­gen auf ih­ren Grund­stü­cken zu ver­zeich­nen sei­en. „Sie wissen jetzt, dass wir Angst ha­ben und bit­ten Sie, die­se Information auf­zu­neh­men“, wünsch­te sich Pe­tra Ste­vens. Fort­mann ver­sprach, sich ziel­füh­rend zu küm­mern. „Ich bin aber un­si­cher, ob der Ab­riss des Ge­bäu­des hier­für die Ur­sa­che sein kann“, be­teu­ert Fort­mann.

Ins­ge­samt mach­te Spren­ger in ei­nem Kurz­vor­trag deut­lich, dass bei Fer­tig­stel­lung des ge­sam­ten Pro­jek­tes „Flie­ger­horst“das Be­wäs­se­rungs­sys­tem we­sent­lich ver­bes­sert sein wird. „Auch durch die Re­na­tu­rie­rung der Ofen­er­die­ker Bä­ke und ver­schie­de­ne Rück­hal­te­be­cken, wird das Was­ser­ma­nage­ment op­ti­miert“, be­ton­te Spren­ger. Durch die­se Maß­nah­me wür­de das Was­ser zum Bei­spiel stark ge­dros­selt in die Ofen­er­die­ker Bä­ke flie­ßen, so Spren­ger.

Stra­ßen sind ver­al­tet

Das 4,5 Hekt­ar gro­ße Ge­biet wird über den Mit­tel­weg er­schlos­sen. „War­um wird es kei­ne Zu­we­gung über die be­ste­hen­de Zu­fahrt auf den Flie­ger­horst ge­ben, da sind die Stra­ßen doch fer­tig“, mein­te ein Zu­hö­rer. Axel Mül­ler konn­te die­sem Zu­hö­rer be­rich­ten, dass die Stra­ßen kei­nes­wegs „fer­tig sei­en“. „Die Stra­ßen sind 70 bis 80 Jah­re alt. Da liegt we­der ei­ne Ka­na­li­sa­ti­on, ei­ne Strom­lei­tung und schon gar nicht ei­ne Te­le­fon­lei­tung“, wuss­te Mül­ler. Es müss­te ein völ­lig neu­er In­fra­struk­tur­plan er­stellt wer­den. Die­ser ers­te Ent­wurf zeigt, dass auf dem Ge­biet zwi­schen Mit­tel­weg und dem Klei­nen Bür­ger­busch rund 100 Wohn­ein­hei­ten in Mehr- und Ein­fa­mi­li­en­häu­sern und Dop­pel­häu­sern ent­ste­hen wer­den. Ab En­de 2017 ist vor­aus­sicht­lich der Kauf von Grund­stü­cken mög­lich. Das Ca­si­no soll öf­fent­li­chen Ein­rich­tun­gen Platz ge­ben.

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