Klei­ner Raum lässt sich stre­cken

Wän­de, Bo­den­be­lag und Licht­ak­zen­te ge­schickt in Sze­ne set­zen

Nordwest-Zeitung - - WOHNEN & LEBEN -

Al­les liegt im Au­ge des Be­trach­ters – und das Au­ge kann man aus­trick­sen. Auch kleine Zim­mer las­sen sich so gestal­ten, dass sie op­tisch grö­ßer wir­ken.

BAD HON­NEF/TMN – Vor al­lem Far­be und Mus­ter an der Wand, aber auch die Ver­le­ge­rich­tung ei­nes Holz­bo­dens ha­ben op­ti­sche Ef­fek­te. Fol­gen­de Tipps hel­fen bei ge­schick­ter Bo­den- und Wand­ge­stal­tung so­wie Mö­blie­rung:

 Bo­den: Die Aus­rich­tung der Die­len in ei­nem Zim­mer kann op­ti­sche Ef­fek­te er­zeu­gen. So wirkt ein lan­ger, schma­ler Raum gleich­mä­ßi­ger, wenn das Fisch­grät- oder Schiffs­bo­den-Mus­ter ei­nes Holz­bo­dens quer ver­läuft. Da­mit wer­de die Brei­te her­vor­ge­ho­ben, er­klärt der Ver­band der deut­schen Par­kett­in­dus­trie. Ver­lau­fen die Die­len hin­ge­gen in Längs­rich­tung, wird die Län­ge des Rau­mes be­tont. In klei­nen Räu­men macht ein Holz­bo­den aus vie­len klei­nen Tei­len Sinn – et­wa ein Mo­sa­ik: Das ver­grö­ßert op­tisch die Flä­che. Aber auch die Far­be er­zielt Ef­fek­te: Ein hel­ler Par­kett­bo­den kann ei­nen schma­len Ein­gangs­be­reich im Haus wei­ter er­schei­nen las­sen.

 Wand: Nur ei­ne Wand soll­te auf­fal­lend ge­stal­tet wer­den – et­wa mit ei­nem Mus­ter über die gan­ze Flä­che. Es lässt den Raum grö­ßer wir­ken, er­klärt das Deut­sche Ta­pe­tenIn­sti­tut. Grund­sätz­lich gilt: Kleine Mus­ter un­ter­strei­chen ei­ne gro­ße Raum­wir­kung, ge­ra­de in Ver­bin­dung mit hel­len Far­ben wer­de ein Zim­mer so op­tisch ge­wei­tet. Das Bran­chen­por­tal Licht.de emp­fiehlt küh­le Farb­tö­ne für De­cke und Wand. Be­son­ders ge­eig­net fürs Stre­cken und Wei­ten ei­nes Raums ist das Strei­fen­mus­ter: Qu­er­strei­fen las­sen ihn brei­ter wir­ken, aber auch nied­ri­ger. Ein senk­rech­tes Strei­fen­mus­ter an der Wand bis di­rekt zum Über­gang zur De­cke lässt ei­nen Raum en­ger er­schei­nen, al­ler­dings auch hö­her. Räu­me mit Er­ker las­sen sich gut in Sze­ne set­zen, wenn man den Er­ker in hel­le­ren Far­ben ge­stal­tet als die an­gren­zen­den Wän­de.

 Licht: Rich­tet man Licht auf den obe­ren Teil ei­ner Wand, streckt dies op­tisch den Raum. Da­für eig­nen sich laut dem Bran­chen­por­tal Licht.de be­son­ders gut De­cken­flu­ter oder Wand­leuch­ten. Ei­ne Al­ter­na­ti­ve sind so­ge­nann­te Vou­ten, de­cken­nah ver­lau­fen­de Sim­se mit ein­ge­bau­ten Lam­pen. Ei­ne ein­zi­ge Leuch­te von oben ist be­son­ders in klei­nen Räu­men nicht so gut.

 Ma­te­ri­al: Sti­l­ex­per­tin Ga­b­rie­la Kai­ser rät zu leicht an­mu­ten­den Stof­fen und Ma­te­ria­li­en – „trans­pa­ren­tes Glas statt schwe­rer Ke­ra­mik, luf­ti­ges Rat­tan statt kom­pak­tem Holz, zar­ter Voi­le statt schwe­rem Samt“. Der Grund: „Sie wer­den nicht so als raum­fül­lend emp­fun­den.“

BILD: RASCH

Ein senk­rech­tes Strei­fen­mus­ter an der Wand bis di­rekt an die De­cke lässt ei­nen Raum hö­her wir­ken.

BILD: SCHOT­TEN & HAN­SEN

Hel­ler Par­kett­bo­den streckt den Flur.

BILD: RASCH

Hel­le Far­ben ver­stär­ken den Licht­ein­fall.

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