Ju­gend­amt muss öf­ter ein­grei­fen

Mehr Ver­nach­läs­si­gun­gen

Nordwest-Zeitung - - VORDERSEITE - VON IRA SCHAIBLE

Die Ju­gend­äm­ter prü­fen im­mer häu­fi­ger, ob das kör­per­li­che oder psy­chi­sche Wohl ei­nes Kin­des in Ge­fahr ist. Rund 129 000 sol­cher Ver­fah­ren wur­den 2015 ge­zählt. Das wa­ren 4,2 Pro­zent mehr als im Jahr zu­vor, teil­te das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt am Di­ens­tag mit. Be­reits in den Jah­ren zu­vor wa­ren die Ver­fah­rens­zah­len deut­lich ge­stie­gen: von 2013 auf 2014 um 7,4 Pro­zent und von 2012 auf 2013 um 8,5 Pro­zent.

Die Fach­leu­te stell­ten rund 20 800 Mal ei­ne aku­te Kin­des­wohl­ge­fähr­dung fest. Das wa­ren 11,7 Pro­zent mehr als 2014. Bei man­chen Kin­dern schätz­ten die Ju­gend­äm­ter die Si­tua­ti­on auch mehr als ein­mal ein. 63,7 Pro­zent der Kin­der, de­ren Wohl akut oder la­tent ge­fähr­det war, wie­sen Zei­chen von Ver­nach­läs­si­gung auf. Bei 27 Pro­zent deu­te­te al­les auf psy­chi­sche, bei 23,1 Pro­zent auf kör­per­li­che Miss­hand­lung hin. Zei­chen für se­xu­el­le Ge­walt wur­den bei 4,4 Pro­zent aus­ge­macht.

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