Schlamm­schlacht

Nordwest-Zeitung - - MEINUNG - VON FRIE­DE­MANN DIEDERICHS, BÜ­RO WA­SHING­TON

Lü­gen,Be­lei­di­gun­gen, Heu­che­lei. Der Prä­si­dent­schafts­wahl­kampf in den USA weist nicht nur den höchs­ten Un­ter­hal­tungs­wert, son­dern auch den größ­ten denk­ba­ren Schmutz­fak­tor auf. Das gilt auch für die ein­zi­ge De­bat­te der Vi­ze-Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten, die am Di­ens­tag­abend nach dem­üb­li­chen Sche­ma ver­lief: War­um sich um die Wahr­heit sche­ren, wenn es ei­ne Chan­ce gibt, die an­de­re Sei­te her­ab­zu­set­zen?

Ei­ne wirk­lich sach­li­che Aus­ein­an­der­set­zung fin­det nicht mehr statt. Per­sön­li­che An­fein­dun­gen ha­ben Hoch­kon­junk­tur – wie bei­spiels­wei­se bei der Fra­ge, ob Do­nald Trumps mas­si­ve Steu­er­er­spar­nis­se kri­tik­wür­dig sind. Was im­mer man vomDem­ago­gen Trump hal­ten mag: Er hat die Ab­schrei­bungs­mög­lich­kei­ten ge­nutzt, die ih­m­d­as Ge­setz le­gal bot. Dass aus­ge­rech­net der Cl­in­ton-Clan dies an­pran­gert, ist schon kühn. Schließ­lich ha­ben Hil­la­ry und Bill ein Vermögen von über 100 Mil­lio­nen Dol­lar an­ge­häuft, in­dem sie sich Re­den sünd­haft teu­er be­zah­len lie­ßen.

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