Trumps se­riö­ser Kon­ter­part

Micha­el Pence gilt als grund­so­li­de und kon­ser­va­tiv

Nordwest-Zeitung - - HINTERGRUND - VONMARTIN BIALECKI

WA­SHING­TON – Micha­el „Mi­ke“Richard Pence (57) ist in vie­lem der ex­ak­te Ge­gen­ent­wurf zu Do­nald Trump. Ideo­lo­gisch sat­tel­fest, po­li­tisch er­fah­ren und hoch­se­ri­ös, wird er auch vom Esta­blish­ment der Re­pu­bli­ka­ner an­er­kannt.

Pence ist streng kon­ser­va­tiv und da­mit sehr be­liebt, nicht nur bei Evan­ge­li­ka­len und So­zi­al­kon­ser­va­ti­ven der Par­tei. Pence’ No­mi­nie­rung ist auch ein star­kes Si­gnal an die Par­tei­rech­te, die gro­ße Zwei­fel an der Ein­deu­tig­keit von Trumps po­li­ti­schen Po­si­tio­nen hegt. Pence ist ein sehr strik­ter Geg­ner gleich­ge­schlecht­li­cher Ehen.

Pence war Ra­dio­mo­de­ra­tor, das ist sei­nen Auf­trit­ten bis heu­te an­zu­mer­ken. Er dach­te für die Prä­si­dent­schafts­ren­nen 2012 und 2016 selbst an ei­ne Kan­di­da­tur.

Pence gilt zwar als grund­so­li­de, ist aber auch so we­nig scharf pro­fi­liert, dass er der Num­mer eins nicht die Schau zu steh­len droht. Als Gou­ver­neur des Bun­des­staa­tes In­dia­na führt Pence ei­nen um­kämpf­ten Staat im so­ge­nann­ten „Rust Belt“(Rost­gür­tel) der USA – ei­ner Re­gi­on im Nord­os­ten des Lan­des, die durch die Schwer­in­dus­trie und de­ren Ver­fall ge­prägt ist.

Pence kennt Wa­shing­ton aus sei­ner Zeit in der Par­tei­füh­rung, au­ßer­dem war er von 2001 bis 2013 für In­dia­na im Re­prä­sen­tan­ten­haus.

DPA-BILD: VUCCI

Stiehlt der Num­mer eins nicht die Show: Mi­ke Pence (rechts) und Do­nald Trump auf Wahl­kampf­tour

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