Rich­ter ver­säu­men Frist für Mord-Ur­teil

Pro­zess wird neu auf­ge­rollt

Nordwest-Zeitung - - PANORAMA -

DPA – Er wur­de be­reits we­gen zwei­fa­chen Mor­des ver­ur­teilt – doch dann bum­mel­ten die Rich­ter mit dem schrift­li­chen Ur­teil. Des­halb muss das Ver­fah­ren ge­gen ei­nen 54-jäh­ri­gen Mann vor dem Köl­ner Land­ge­richt von die­sem Don­ners­tag an kom­plett neu auf­ge­rollt wer­den. Im ers­ten Pro­zess wa­ren die Rich­ter über­zeugt, dass der An­ge­klag­te im Streit über sei­ne Schul­den zwei Frau­en in Ber­gisch Glad­bach mit ei­nem Beil ge­tö­tet hat. Doch das schrift­li­che Ur­teil ging erst 13 Ta­ge zu spät bei der Ge­schäfts­stel­le ein. Der An­ge­klag­te ging in Re­vi­si­on und be­kam recht: Der Bun­des­ge­richts­hof hob das Ur­teil auf und ver­wies den Fall zur er­neu­ten Ver­hand­lung zu­rück ans Land­ge­richt.

Wie ge­nau es da­zu kom­men konn­te, dass die elf Wo­chen lan­ge Frist igno­riert wur­de, konn­te der Spre­cher des Lan­des­ge­richts nicht er­klä­ren.

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