Der 28-Jäh­ri­ge sag­te, er wer­de psych­ia­trisch be­han­delt. Ko­ka­in ha­be er nicht zur Leis­tungs­stei­ge­rung ge­nom­men.

Nordwest-Zeitung - - SPORT - VON JÖRG SOLDWISCH

MAN­CHES­TER – Ty­son Fu­ry ist am En­de. Sport­lich so­wie­so, denn mit dem Ein­ge­ständ­nis des Ko­ka­in-Kon­sums dürf­te er al­le WM-Gür­tel ver­lie­ren. Glaubt man sei­nen scho­ckie­ren­den Wor­ten, ist der Schwer­ge­wichts-Welt­meis­ter auch see­lisch tief ge­bro­chen. Dro­gen, To­des­sehn­sucht, Ras­sis­mus: Im In­ter­view mit dem Ma­ga­zin „Rol­ling Sto­ne“zeich­net der Bri­te ein trau­ri­ges Bild von sich selbst.

„Ich will nicht mehr auf­wa­chen. Ich­hof­fe je­den Tag, dass ich ster­be“, sag­te der Bo­xer. Sei­ne christ­li­che Re­li­gi­on un­ter­sa­ge ihm je­doch den Sui­zid: „Ich hof­fe, dass mich je­mand um­bringt, be­vor ich mich selbst tö­te. Sonst müss­te ich auf Ewig­keit in die Höl­le.“

Fu­ry, Va­ter von drei Kin­dern und der Ehe­mann sei­ner Ju­gend­lie­be Pa­ris, be­zeich­net sich als „ma­nisch-de­pres­siv“. Er be­fin­de sich emo­tio­nal „an ei­nem sehr schlim­men Ort“, und er wis­se nicht, „ob ich das En­de des Jah­res noch er­le­ben wer­de.“Er sei zur­zeit imKran­ken­haus und las­se sich psych­ia­trisch be­han­deln, an­geb­lich hät­ten die Ärz­te dort ei­ne Form der bi­po­la­ren Stö­rung bei ihm fest­ge­stellt, be­rich­te­te der 28-Jäh­ri­ge: „Ich ha­be Dä­mo­nen in mir und ich ver­su­che, sie ab­zu­schüt­teln. Ich will ein nor­ma­les Le­ben. Ich will nicht mehr bo­xen.“

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