Die Burg, die nie ei­ne war

„Iburg“wur­de 1925 von zwei Koh­len­händ­lern er­baut

Nordwest-Zeitung - - BLICK IN DIE NACHBARSCHAFT -

der in Fa­mi­li­en­be­sitz.

Aber wo­her stammt der Na­me der Iburg? Na­he­lie­gend wä­re ein Zu­sam­men­hang mit der Stadt Iburg (heu­te Bad Iburg) im Teu­to­bur­ger Wald. Al­ler­dings be­steht laut Ry­szew­ski kei­ne Ver­bin­dung oder Be­zie­hung zur Stadt oder zu dor­ti­gen Bau­ten.

Viel­ver­spre­chen­der ist da ei­ne an­de­re Mög­lich­keit: Vor 1925 war der Ort näm­lich ein übel­rie­chen­der Schutt­ab­la­ge­platz. Der wur­de von den War­den­bur­gern auch „Iberg“ge­nannt. Denk­bar auch der Zu­sam­men­hang mit ei­nem War­den­bur­ger Bür­ger na­mens Har­men Iborg. Der Na­me taucht erst­mals 1648 auf. Um 1700 wan­der­te Iborg al­ler­dings nach Ams­ter­da­maus.

Bei sei­ner Re­cher­che stieß Ry­szew­ski au­ßer­dem auf ei­ne skur­ri­le Ge­schich­te im In­ter­net. Da be­haup­te ei­ne ehe­ma­li­ge War­den­bur­ge­rin, die mitt­ler­wei­le in Ka­na­da lebt, das War­den­burg ei­nen ei­ge­nen Gra­fen ge­habt hät­te und der in der Iburg ge­wohnt ha­ben soll. Aber dass das his­to­risch nicht ganz kor­rekt sein kann, ist den meis­ten War­den­bur­gern ver­mut­lich be­wusst.

BILD: CHRIS­TO­PHER HANRAETS

An der Hun­te hin­term Deich: Die Iburg un­weit des Til­ly­se­es in War­den­burg sticht durch ih­re Ar­chi­tek­tur her­vor. Ei­ne „ech­te“Burg war die Iburg aber noch nie. Ge­baut wur­de sie erst 1925.

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