Spit­zel-Af­fä­re mit Nach­spiel

Bei Kanz­lei tritt Ham­bur­ger Bü­ro­lei­ter zu­rück

Nordwest-Zeitung - - WIRTSCHAFT -

OL­DEN­BURG/HAM­BURG/RZK – Die Af­fä­re um die Be­spit­ze­lung ei­nes ehe­ma­li­gen Mit­ar­bei­ters bei der EWE hat ein Nach­spiel beim Ham­bur­ger Bü­ro ei­ner An­walts­kanz­lei. Bei Ho­gan Lo­vells ha­be der Bü­ro­lei­ter („Of­fice Ma­na­ging Part­ner“) den Rück­tritt an­ge­kün­digt, mel­de­te der Bran­chen­dienst „Juve“am Don­ners­tag.

Mit die­ser Kanz­lei hat­te bis vor Kur­zem die Ol­den­bur­ger EWE zu­sam­men­ge­ar­bei­tet, et­wa in ar­beits­recht­li­chen Fra­gen. Die Zu­sam­men­ar­beit mit den Ham­bur­gern war von EWE dann be­en­det wor­den, nach­dem be­kannt ge­wor­den war, dass die Be­schat­tung ei­nes frü­he­ren EWE-Mit­ar­bei­ters – of­fen­bar ver­an­lasst vom frü­he­ren Per­so­nal­vor­stand Ni­ko­laus Behr – über Ver­bin­dun­gen bei dem Be­ra­tungs­un­ter­neh­men und ei­ne De­tek­tei ver­an­lasst wor­den sein könn­te.

Die Staats­an­walt­schaft Lü­beck hat­te oh­ne Nen­nung von Na­men be­stä­tigt, dass Er­mitt­lun­gen lau­fen. Dem­nach geht es of­fen­bar um mög­li­cher­wei­se rechts­wid­ri­ge Maß­nah­men bei der Be­spit­ze­lung über ei­nen Peil­sen­der. Nach In­for­ma­tio­nen die­ser Zei­tung soll Behr ei­nen Auf­trag nicht di­rekt er­teilt, son­dern vom per­sön­li­chen E-Mail-Kon­to aus über ei­ne Kanz­lei. Von dort soll bei EWE ei­ne Rech­nung ein­ge­gan­gen sein.

Laut Juve gab es bei der Ham­bur­ger Kanz­lei in­ter­ne Un­ter­su­chun­gen. „Zu un­se­rem Be­dau­ern muss­ten wir fest­stel­len, dass die in­ter­nen Richt­li­ni­en im kon­kre­ten Fall nicht ein­ge­hal­ten wur­den“, zi­tiert der Di­enst den „Ma­na­ging Part­ner“Dr. Burk­hart Goe­bel.

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