WM in meh­re­ren Län­dern mög­lich

Fi­fa-Chef treibt Re­form vor­an

Nordwest-Zeitung - - SPORT -

ZÜ­RICH/DPA/SID – Fi­fa-Prä­si­dent Gi­an­ni In­fan­ti­no möch­te Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaf­ten in Zu­kunft nicht nur mit mehr Teil­neh­mern, son­dern auch in meh­re­ren Län­dern statt­fin­den las­sen. „Stand heu­te ist das ein fun­da­men­ta­ler Punkt für mich“, sag­te er in ei­nem In­ter­view der fran­zö­si­schen Nach­rich­ten­agen­tur AFP.

„Wir müs­sen über Co-Or­ga­ni­sa­tio­nen spre­chen.“Ei­ne Fuß­ball-WM sei ein „gi­gan­ti­sches Er­eig­nis“ge­wor­den, er­klär­te er wei­ter. „Es gibt heu­te nur noch sehr we­ni­ge Län­der, die es sich leis­ten kön­nen, ei­ne WM mit all ih­ren Her­aus­for­de­run­gen al­lein zu or­ga­ni­sie­ren.“2002 hat­te die WM in Ja­pan und Süd­ko­rea statt­ge­fun­den.

In sei­ner Zeit als Ge­ne­ral­se­kre­tär des eu­ro­päi­schen Ver­bands Ue­fa sei er an der Or­ga­ni­sa­ti­on der EM 2012 in Po­len und der Ukrai­ne so­wie der EM 2008 in Ös­ter­reich und der Schweiz be­tei­ligt ge­we­sen. „Bei­des war ein Er­folg“, sag­te In­fan­ti­no. Die EM 2020 wird in 13 ver­schie­de­nen Län­dern aus­ge­tra­gen. „Wir wer­den se­hen, was die­se EU­RO 2020 er­gibt“, so der neue Fi­fa-Chef.

In­fan­ti­no hat­te sei­nen Plan bei ei­nem Be­such der Uni­ver­si­tät von Bo­go­ta/Ko­lum­bi­en vor­ge­stellt, Welt­meis­ter­schaf­ten ab 2026 mit 48 statt bis­lang 32 Teil­neh­mern aus­zu­tra­gen. Da­für ist der Schwei­zer vor al­lem in Eu­ro­pa mas­siv kri­ti­siert wor­den. Sein Mo­dell soll bei der Sit­zung des Fi­fa-Coun­cils am 13./14. Ok­to­ber dis­ku­tiert wer­den. Ei­ne Ent­schei­dung dar­über fällt laut In­fan­ti­no aber erst 2017.

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