Kar­rie­re­start auf Büh­ne von Tanz­lo­kal

Ol­den­burg-Fil­me­ma­cher in­ter­view­en Sän­ge­rin Su Kra­mer für Do­ku­men­ta­ti­on

Nordwest-Zeitung - - AUS DEN STADTTEILEN - VON THOMAS HUSMANN

Pre­mie­re ist am 30. No­vem­ber. Ob der Film in den Ver­kauf geht, ist noch un­ge­wiss.

EVERS­TEN – Zu­rück zu den Wur­zeln: Da ist es für Su Kra­mer, ge­bür­ti­ge Ol­den­bur­ge­rin und vor al­lem in den 70er­und 80er-Jah­ren be­kann­te Schla­ger-, Mu­si­cal-, Dis­cound Pop-In­ter­pre­tin, ei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, an der Pro­duk­ti­on des Films über die Ge­schich­te der Ol­den­bur­ger Tanz­lo­ka­le mit­zu­wir­ken.

Am Don­ners­tag reis­te sie aus Ham­burg an und traf sich mit den Ma­chern von Ol­den­burg-Film Ge­rold Keh­mei­er, Nor­bert Pollak und Wolf­gang Mey­er un­ter an­de­rem vor dem Ge­sell­schafts­haus Wöb­ken an der Hunds­müh­ler Stra­ße, mit dem sie ei­ni­ge Auf­trit­te auch auf der Büh­ne im Gar­ten ver­bin­det.

„Zum Tan­zen war ich bei Wöb­ken aber nicht“, räumt die 70 Jah­re al­te Künst­le­rin ein, die heu­te in Ham­burg lebt und dort den „Art-Mu­sic-Mu­sik­ver­lag“be­treibt. Sie zog es als Ju­gend­li­che eher zu Krü­cke­berg, wo die Four Kings auf­tra­ten, die Stü­cke von den Beat­les und Sto­nes spiel­ten. „Schi­cke Jungs wa­ren das, die da mit ih­ren An­zü­gen auf der Büh­ne stan­den und die Men­ge zum To­ben brach­ten“, er­in­nert sie sich gern zu­rück. „Die Schwarz­licht­show war der Hö­he­punkt. Wir wuss­ten, was für Kla­mot­ten wir an­zie­hen muss­ten, um am schrills­ten zu leuch­ten.“Bei Krü­cke­berg star­te­te sie auch ih­re Kar­rie­re und stand bei „je-ka-mi“(je­der kann mit­ma­chen) mit dem Song „Down­town“von To­ny Hatch 1964 mit den Four Kings auf der Büh­ne.

Ge­schich­ten, die sie auch vor der Ka­me­ra der Ol­den­bur­ger Fil­me­ma­cher im In­ter­view er­zäh­len wird. Der Nach­welt blei­ben die Er­in­ne­run­gen an „BB“, Asto­ria, Lach­mann, Feld­schlöß­chen, Wöb­ken, Krü­cke­berg oder Re­cke­mei­er er­hal­ten. Pre­mie­re fei­ert der Film in ei­ner be­reits aus­ver­kauf­ten Vor­stel­lung bei Wöb­ken am 30. No­vem­ber. Ob wei­te­re Vor­stel­lun­gen fol­gen und die DVD ver­kauft wer­den kann, steht noch in den Ster­nen. 2000 Eu­ro müs­sen an die Ge­sell­schaft für mu­si­ka­li­sche Auf­füh­rungs- und me­cha­ni­sche Ver­viel­fäl­ti­gungs­rech­te (Ge­ma) und für Ge­büh­ren ge­zahlt wer­den, sagt Pollak.

Zu Wort kom­men in dem Film­pro­jekt auch Mit­glie­der der Bands, die da­mals live auf der Büh­ne für Stim­mung sorg­ten. Die Con­vairs bei­spiels­wei­se, die bei Krü­cke­berg auf­tra­ten, oder Es­ki­mos, Stin­grays, Cal­va­dos und Mel Jer­sey (ali­as Cliff Ken­neth) – al­les Na­men von Künst­lern oder Bands, die heu­te noch ei­nen ge­wis­sen Klang ha­ben und in den 60er-/70er-Jah­ren ih­re ers­ten Er­fol­ge fei­er­ten. P@ Mehr In­for­ma­tio­nen gibt es un­ter www.ol­den­burg-film.net

BILD: THOMAS HUSMANN

Wie­der­se­hen vor „Wöb­ken“(von links): Nor­bert Pollak, Ge­rold Keh­mei­er, Su Kra­mer und Wolf­gang Mey­er tra­fen sich an der Hunds­müh­ler Stra­ße.

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