Trai­ning auch bei Zu­cker

Nordwest-Zeitung - - KLEINANZEIGER -

Wenn es um das Le­ben mit Typ-2-Dia­be­tes geht, den­ken die meis­ten Men­schen zu­erst an ei­ne Er­näh­rungs­um­stel­lung und Me­di­ka­men­te. Ein wei­te­rer wich­ti­ger Be­stand­teil der The­ra­pie wird je­doch oft stief­müt­ter­lich be­han­delt: Be­we­gung. „In­zwi­schen ha­ben sehr vie­le Stu­di­en ge­zeigt, dass kör­per­li­che Ak­ti­vi­tät ei­nes der ef­fek­tivs­ten Mit­tel ist“, er­klärt da­zu Dr. med. To­bi­as Wies­ner, Fach­arzt für In­ne­re Me­di­zin und Dia­be­to­lo­gie aus Leip­zig. Sie ist des­halb so wich­tig, weil sie die In­su­lin­sen­si­bi­li­tät der Zel­len ver­bes­sert, die bei Typ-2-Dia­be­ti­kern meist ge­stört ist. Au­ßer­dem wer­den Blut­fet­te, Blut­druck und Ge­wicht po­si­tiv be­ein­flusst. Na­tür­lich kann nicht je­der Pa­ti­ent ein in­ten­si­ves Trai­ning be­wäl­ti­gen. Aber das ist auch gar nicht nö­tig. „Schon klei­ne We­ge brin­gen Ef­fek­te, zum Bei­spiel die Nut­zung ei­ner Trep­pe statt des Fahr­stuhls, die Nut­zung ei­ner wei­ter ent­fern­ten Hal­te­stel­le öf­fent­li­cher Ver­kehrs­mit­tel, das wei­ter ent­fernt ge­park­te Au­to und vie­les mehr“, er­läu­tert Dr. Wies­ner. Diabetiker, die blut­zu­cker­sen­ken­de Me­di­ka­men­te neh­men, soll­ten da­bei je­doch be­ach­ten, dass kör­per­li­che Ak­ti­vi­tä­ten, die mit ei­nem deut­lich er­höh­ten Be­we­gungs­pen­sum ein­her­ge­hen, auch zu Un­ter­zu­cke­run­gen füh­ren kön­nen. Ei­ne vor­he­ri­ge Be­ra­tung beim Arzt ist da­her sinn­voll.

BIL­DER: DJD/DIA­BE­TES-BE­HAN­DELN.DE/ IAN LISHMAN

Kör­per­li­che Ak­ti­vi­tät kann ei­ne ef­fek­ti­ve Maß­nah­me ge­gen Typ-2-Dia­be­tes sein. Auch Spa­zier­gän­ge, zum Bei­spiel mit dem Hund, tun sehr gut.

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