DFB-Elf knackt Ab­wehr­rie­gel früh

Deutsch­land be­siegt Nord­ir­land 2:0 – Drax­ler und Khe­di­ra tref­fen

Nordwest-Zeitung - - SPORT - VON OLIVER MUCHA

Be­reits nach 17 Mi­nu­ten stand es 2:0 für den Welt­meis­ter. Die Gäs­te setz­ten auf ei­ne ex­trem de­fen­si­ve For­ma­ti­on.

HAN­NO­VER – Im Re­gen von Han­no­ver ha­ben die Fuß­ball-Welt­meis­ter den Weg Rich­tung WM in Russ­land 2018 sou­ve­rän fort­ge­setzt. Mit dem drit­ten kla­ren Sieg mar­schiert die deut­sche Na­tio­nal­mann­schaft wei­ter un­ge­fähr­det an der Spit­ze der WM-Qua­li­fi­ka­ti­ons­grup­pe C. Ein schnel­ler Dop­pel­schlag von Ju­li­an Drax­ler (13. Mi­nu­te) und Sa­mi Khe­di­ra (17.) sorg­te am Di­ens­tag­abend vor 42132 Zu­schau­ern für ein un­ge­fähr­de­tes 2:0 (2:0) ge­gen tap­fer kämp­fen­de Nord­iren.

Joa­chim Löw stell­te mit sei­nem 94. Sieg als Bun­des­trai­ner die Re­kord­mar­ke von Sepp Her­ber­ger ein. Mit 8:0To­ren und neun Punk­ten führt die DFB-Aus­wahl ih­re Grup­pe vor dem Über­ra­schungs­team aus Aser­bai­dschan (7 Punk­te) und den Nord­iren (4) sou­ve­rän an.

Löw ver­trau­te der Start­elf, die Tsche­chi­en 3:0 be­zwun­gen hat­te. „Ich den­ke, dass wir sehr kon­zen­triert und ag­gres­siv ge­spielt ha­ben“, sag­te Khe­di­ra nach der Par­tie. „In der zwei­ten Halb­zeit war ein biss­chen die Luft raus, aber es ist ein ver­dien­tes Er­geb­nis.“Tor­wart Ma­nu­el Neu­er mein­te: „Na­tür­lich war das Spiel ge­gen Tsche­chi­en et­was bes­ser, aber die Nord­iren ha­ben es uns auch et­was schwie­ri­ger ge­macht.“

In der drit­ten Mi­nu­te schei­ter­te Ma­rio Göt­ze noch per Kopf­ball an Nord­ir­lands Tor­wart Micha­el McGo­vern. Dass es dann nicht das von Mats Hum­mels vor­aus­ge­sag­te „Ge­dulds­spiel“wur­de, lag an der Ef­fi­zi­enz im deut­schen Of­fen­siv­spiel. Erst traf der Wolfs­bur­ger Drax­ler nach Abla­ge von Tho­mas Mül­ler mit ei­nem Flach­schuss aus 17 Me­tern. Dann nutz­te Khe­di­ra ei­ne Ver­län­ge­rung von Hum­mels per Kopf zum zei­ti­gen 2:0.

Die Nord­iren agier­ten wie er­war­tet mit ei­ner kom­pak­ten De­fen­si­ve, vor der Fün­fer-Ab­wehr­ket­te hat­ten sie noch drei de­fen­siv aus­ge­rich­te­te Mit­tel­feld­spie­ler plat­ziert. Die rund 2000 bri­ti­schen Fans lie­ßen sich die Lau­ne nicht ver­der­ben und fei­er­ten wie bei der EM sich und ihr Team.

Elf Mo­na­te nach dem we­gen Ter­rorver­dachts kurz­fris­tig ab­ge­sag­ten Test­spiel ge­gen die Nie­der­lan­de muss­ten sich die Be­su­cher in Han­no­ver stren­gen Si­cher­heits­kon­trol­len un­ter­zie­hen. Die DFB-Elf hat­te die Er­in­ne­run­gen an die scho­ckie­ren­den No­vem­berEr­leb­nis­se laut Löw längst auf­ge­ar­bei­tet.

Auch nach der Füh­rung wur­de das Of­fen­siv­spiel fort­ge­führt. Nach der Pau­se be­kam Il­kay Gün­do­gan sei­nen zwei­ten Ein­satz nach elf Mo­na­ten Na­tio­nal­mann­schafts­Pau­se. Der Mann von Man­ches­ter Ci­ty schal­te­te sich ge­fähr­lich ins An­griffs­spiel ein. Ein Dreh­schuss des 25-Jäh­ri­gen wur­de von den Nord­iren ge­ra­de noch ab­ge­blockt (49.).

DPA-.BILD: CAR­MEN JASPERSEN

Grup­pen­freu­de nach dem ers­ten Tref­fer: (von links) Ma­rio Göt­ze, Tho­mas Mül­ler, Tor­schüt­ze Ju­li­an Drax­ler, Sa­mi Khe­di­ra und Me­sut Özil ju­beln über die Füh­rung ge­gen Nord­ir­land.

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