Erst spä­ter Hartz IV für EU-Aus­län­der

Re­gie­rung be­schließt ent­spre­chen­den Ge­setz­ent­wurf

Nordwest-Zeitung - - NACHRICHTEN -

BER­LIN DPA – Die Bun­des­re­gie­rung will So­zi­al­leis­tun­gen für EU-Aus­län­der in Deutsch­land be­gren­zen. EU-Bür­ger sol­len künf­tig frü­hes­tens nach fünf Jah­ren Hartz IV oder So­zi­al­hil­fe be­kom­men kön­nen, wenn sie hier nicht ar­bei­ten, selbst­stän­dig sind oder ei­nen Leis­tungs­an­spruch mit vor­he­ri­ger Ar­beit er­wor­ben ha­ben. Das sieht ein Ge­setz­ent­wurf von Bun­des­so­zi­al­mi­nis­te­rin Andrea Nah­les (SPD) vor, der am Mitt­woch im Bun­des­ka­bi­nett be­schlos­sen wur­de.

„Klar ist: Wer hier lebt, ar­bei­tet und Bei­trä­ge zahlt, der hat auch ei­nen be­rech­tig­ten An­spruch auf Leis­tun­gen aus un­se­ren So­zi­al­sys­te­men“, sag­te Nah­les. „Wer je­doch noch nie hier ge­ar­bei­tet hat und für sei­nen Le­bens­un­ter­halt auf staat­li­che fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung aus der Grund­si­che­rung an­ge­wie­sen ist, für den gilt der Grund­satz: Exis­tenz­si­chern­de Leis­tun­gen sind im je­wei­li­gen Hei­mat­land zu be­an­tra­gen.“

Die be­trof­fe­nen Per­so­nen kön­nen je­doch Über­brü­ckungs­leis­tun­gen bis zur Aus­rei­se er­hal­ten – längs­tens für ei­nen Mo­nat.

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