SUI­ZID GILT IM IS­LAM ALS SCHWE­RE SÜN­DE

Nordwest-Zeitung - - HINTERGRUND -

Im Is­lam ist die Selbst­tö­tung nicht nur ver­bo­ten, sie gilt so­gar als gro­ße Sün­de. In Su­re 4 des Korans heißt es: „Und tö­tet euch nicht selbst (...) Doch wer das tut, aus Feind­se­lig­keit und Fre­vel, den wer­den wir im Höl­len­feu­er bren­nen las­sen.“Gott hat laut is­la­mi­scher Theo­lo­gie das Le­ben ge­schenkt, des­halb darf es der Mensch nicht selbst be­en­den.

Auch in den „Ha­dit­hen“, den Über­lie­fe­run­gen zu den Ta­ten, Bräu­chen und Aus­sa­gen des Pro­phe­ten Mo­ham­med, ist der Sui­zid ver­pönt. „Wer sich selbst er­dros­selt, wird sich in der Höl­le wei­ter­hin er­dros­seln!“, heißt es dort. Wer sich selbst er­sticht, muss sich dem­nach im Höl­len­feu­er ewig er­ste­chen. Wer sich ver­gif­tet, muss sich auf ewig ver­gif­ten.

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