Ske­let­te ver­mut­lich auch von Non­nen

Mensch­li­che Über­res­te bei Um­bau von Uni­ge­bäu­de vor ei­nem Jahr ent­deckt

Nordwest-Zeitung - - NIEDERSACHSEN -

GÖTTINGEN/EPD – Die in der Göt­tin­ger In­nen­stadt ge­fun­de­nen mehr als 70 Ske­let­te stam­men Archäo­lo­gen zu­fol­ge nicht wie ver­mu­tet nur von Fran­zis­ka­ner­mön­chen. Ers­te Un­ter­su­chun­gen hät­ten ge­zeigt, dass mehr als die Hälf­te der Über­res­te von weib­li­chen Kör­pern und da­her viel­leicht von Non­nen stamm­ten, sag­te die Göt­tin­ger An­thro­po­lo­gin Bir­git Groß­kopf am Frei­tag. Die Ske­let­te wa­ren vor et­wa ei­nem Jahr beim Um­bau ei­nes al­ten Uni­ver­si­täts­ge­bäu­des ent­deckt wor­den.

Da es in der Nä­he der Fund­stel­le vom 13. bis zum 16. Jahr­hun­dert ein Fran­zis­ka­ner­klos­ter gab, sei­en die For­scher von ei­nem Mönchs­fried­hof aus­ge­gan­gen, sag­te Groß­kopf. Nun sei es wahr­schein­lich, dass dort auch Non­nen be­er­digt wur­den, da im Jahr 1508 un­weit der Fund­stel­le auch ein Fran­zis­ka­ne­rin­nen­klos­ter ge­grün­det wur­de. Auch vier Kin­der-Ske­let­te sei­en ge­fun­den wor­den, sag­te Groß­kopf. Die Zahl sei aber so ge­ring, dass es sich bei der Gr­ab­stät­te nicht um ei­nen all­ge­mei­nen Fried­hof han­deln kön­ne. Die ers­te Un­ter­su­chung der Ske­let­te sei ab­ge­schlos­sen, sag­te Groß­kopf. Die Er­geb­nis­se gä­ben Rück­schlüs­se auf Al­ter, Ge­schlecht und Ge­sund­heits­zu­stand der Gestor­be­nen.

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