600 Mil­lio­nen Eu­ro für Nie­der­sach­sen

Zu­wen­dun­gen vom Bund ab 2020 auf gleich­blei­ben­dem Ni­veau

Nordwest-Zeitung - - NIEDERSACHSEN -

HANNOVER/DPA – Der Bund und die Län­der schlie­ßen nach jah­re­lan­gen Ver­hand­lun­gen ei­nen neu­en Fi­nanz­pakt. Für Nie­der­sach­sen und sei­ne Kom­mu­nen sind die fi­nan­zi­el­len Kon­se­quen­zen al­ler­dings wohl eher über­schau­bar. Das Land er­war­tet bei den in Ber­lin aus­ge­han­del­ten Fi­nanz­be­zie­hun­gen zwi­schen Bund und Län­dern we­der gro­ße Ge­win­ne noch Ver­lus­te. „Durch die gest­ri­ge Ei­ni­gung wird Nie­der­sach­sen ab 2020 auf ei­nen Be­trag von et­wa 600 Mil­lio­nen Eu­ro aus die­ser Quel­le kom­men“, sag­te Re­gie­rungs­spre­che­rin An­ke Pörk­sen am Frei­tag. Die Sum­me be­deu­te et­wa den Sta­tus quo, hieß es aus Krei­sen der Lan­des­re­gie­rung.

An­ders sei die Si­tua­ti­on in Bre­men. Der Stadt­staat und das Saar­land sol­len zu­sätz­li­che Sa­nie­rungs­hil­fen er­hal­ten – in bis­he­ri­gen Ent­wür­fen war von ei­ner jähr­li­chen Sum­me von je 400 Mil­lio­nen Eu­ro die Re­de. „Mit die­sen Mit­teln sol­len die stark ver­schul­de­ten Län­der ih­re Haus­hal­te sa­nie­ren und die Zins­las­ten ab­bau­en“, er­läu­tert der Fi­nanz­wis­sen­schaft­ler Tho­mas Lenk von der Uni­ver­si­tät Leipzig.

Die Fi­nanz­be­zie­hun­gen müs­sen neu ge­ord­net wer­den, weil der Län­der­fi­nanz­aus­gleich und der So­li­dar­pakt II im Jahr 2019 aus­lau­fen.

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